Sonntag, 4. April 2010

Fruehsport...

... unserer Osterhaeschen....

Heute morgen wurde schon fleissig auf der Terrassenumzaeunung geklettert. Erstaunlicherweise spielen und streunen die beiden Streithaehne draussen gemeinsam. In der Wohnung wird gezankt und draussen herrscht Einigkeit.


Donnerstag, 1. April 2010

Ostern...


... begann bei mir schon vor zwei Wochen. An einem ungemuetlichen Regentag fing ich an in unserer Rumpelkammer zu raeumen. Da fand ich eine grosse Tuete - meine Ostersachen. Und weil ich gerade dabei war, habe ich schonmal alles aufgestellt und gehaengt. Dazu kommen dann wöchentlich frische Tulpen oder Primelchen... und schon ist Fruehling im Haus - draussen ist ja wieder Winter. Die Baeume hatten schon ausgeschlagen und die Weiden fingen an zu bluehen; jetzt ist nachts bis zu 14°C Frost und tagsueber um den Gefrierpunkt.


Vulkan ganz nah, der zweite Versuch

Nachdem es ja Sonntag nicht geklappt hatte, wagten wir einen neuen Versuch. Þórsmörk wurde fuer den Verkehr freigegeben und von dort aus ist der Weg nach oben zur Eruptionsspalte bedeutend kuerzer. Ich beschloss, dass Þormar uns mit dem Bus hineinfaehrt, da wir keinen Jeep mit breiten bzw.38'' Reifen haben. Dafuer haben wir aber die beiden dicken Busse. Christiane, die Paerchen, welches bei ihr auf dem Hof arbeitet und vier Amerikaner, die bei ihr gastierten, haben wir unterwegs eingeladen und sind zu neunt mit einem 43er Bus nach Þórsmörk gefahren. Da jeder von uns ein wenig Verspaetung hatte, kamen wir erst gegen halb sieben in Básar an. Um sieben begannen wir den Aufstieg zum Útigönguhöfði (im Folgenden Útidings genannt). Þormar rannte einer Bergziege gleich den steilen, unwegsamen Hang hinauf und wartete in regelmaessigen Abstaenden auf uns. Dahinter beeilten sich die Amis, dann Lisa und Moritz und zum Schluss Christiane und ichganz gemuetlich. Geschickterweise hatte ich mein Asthmaspray zu hause gelassen und so konnte man mich auf grössere Entfernung schnaufen hören.
Nach einiger Zeit - sozusagen ca. 20min vor dem entgueltigen Ziel hörten wir Schreie. "Halló, halló... STOOOOOOP" Ein Maedel von der Björgunarsveit, der Rettung schrie nach uns. Nach Klaerung der Lage kam heraus, dass die Gegend umgehend geraeumt wird da sich eine weitere Eruptionsspalte geöffnet hatte. Na toll! ******biep********** wieder nicht ans Ziel gekommen, grossartig, verfl....sch....Vulkanblödermistundsoweiter. Von unserem Standpunkt aus hatten wir zwar eine wirklcih gute Sicht, aber es war WEIT WEG. Also wieder runter vom Berg, alle Muehe mehr oder weniger umsonst.
Unten angekommen fragt uns einer der Guides ob wir uebernachten wollten. - Nein, wollten wir nicht. - Oh doch, ihr wollt. Der Weg aus dem Tal ist gesperrt.
Grossartig!!!! Alle in die Wanderhuette... gemuetliche 30Mann-Huette. Alle schlafen in einem Raum, irgendwo, kalt, stickig, muffig. Also erstmal die spaerlichen Vorraete ausgepackt, sich mit der Situation abgefunden und eingerichtet. Nachdem wir uns gegen elf alle hingelegt hatten, kam die Nachricht, dass wir vielleicht doch fahren könnten, aber voraussichtlich erst morgen frueh.
Um zwölf haben sie den weg fuer die grossen Jeeps freigegeben, worauf Þormar meinte, er fuehre jetzt auch und zwar sofort. Binnen weniger Minuten waren wir neun im Bus und davon. An dieser Stelle ein Dankeschön an die Polizei in Hvolsvöllur, die sich gegen die Offiziellen in Reykjavæik durchgesetzt haben. Alle haben sich gefragt: Was bitteschön bringt es mehr als 100 Leute in einem Tal festzusetzen, das nicht mehr als 64 Schlafplaetze hat, keine Vorraete oder sonstiges? Am besten sei es doch alle möglichst schnell aus dem Tal heraus! zu schaffen bevor! das Wasser kommt. Denn dann geht erstmal nichts mehr. Gegen halb vier waren Þormar und ich dann endlich zu hause. Schön war es irgendwie trotzdem....
Es wird also an dieser Stelle eine Fortsetzung kommen, denn ich MUSS mir das aus der Naehe ansehen.

Das Ganze in Bildern.
Man nehme einen Bus
fahre damit nach Þósmörk und gehe wandern auf den Útidings. Dort sieht man beim Hochlaufen... die Sonne untergehen.
Die Berge rauchen. (Kurz vorher hat sich genau dort diese neue Spalte geöffnet)
ein wenig spaeter und einige Meter höher dann plötzlich dieses Bild (die Dampfwolke links kommt aus der Hrunagil, dort fliessen jetzt zwei oder sogar drei Lavaströme hinein)
und dieses
auf dem deprimierenden Rueckweg dann dieses
(Keiner hatte etwas gesagt von "schnell und ohne Umschweife" runter ins Tal. Und wenn ich schonmal da oben bin, mache ich auch Bilder)
Von der Huette aus dann dieser Ausblick
In diesem Sinne.... ich werde es weiterhin versuchen.

Montag, 29. März 2010

Nochmal einige Links

Hraunfoss in der Hvannágil

Nasa Luftbild

Hraunfossar in der Hrunagil


Kjartan Sigurðsson da gibt es Bilder von dem Wanderweg und eine genauere Karte.

Sonntag, 28. März 2010

Vulkan ganz nah, der erste Versuch

Oben: Blick ueber den Gigjökull und seine Lagune vom Þórólfsfell aus. (alle Bilder kann man anklicken, um sie grösser zu sehen)

Am Donnerstag kam mir die Idee zu der Ausbruchsstelle zu laufen. Leider liegen zwischen dem Parkplatz und der Spalte 15km und fast 1000 Höhenmeter. All dies ginge ja bei schönem Wetter. Also rief ich Christiane an, die nach wenigen Sekunden erriet worauf ich hinaus wollte. Der naechstmögliche Termin - heute, Sonntag - wurde festgehalten, die "Muss-mit"Liste erstellt und es wurde sich gefreut. Freitag und Samstag wurden Trilliarden von Autos mit Menschen drin gezaehlt, die alle nach Fljótshlið reinfuhren um zu schauen. Busse, die abends Völkerscharen ankarren, damit auch diese gucken können. Gestern, Samstag, ergab es sich, dass Þormar aus arbeitstechnischen Gruenden in Hvolsvöllur uebernachtete und da ich ohnehin Sonntag ganz frueh wandern wollte, uebernachtete ich ebenfalls dort. Gegen halb elf sind wir noch nach Fljótshlið hineingefahren, nach der zweiten Furt nahm der Verkehr ein wenig ab, war aber weit davon entfernt als "ertraeglich" bezeichnet zu werden. Es ist allerdings erstaunlich wie gut sowohl ein "Yaris" als auch ein "Corolla", irgendein kleiner "Renault" und auch ein "Octavia" schwimmen können. Diese Autos haben wir alle nach! den ersten beiden Furten getroffen.... Naja, wie dem auch sei.... wir sind weit hinein gefahren, fast bis Emstrur. Dort hatte man trotz des unglaublich dichten Verkehrs eine grandiose Sicht auf den Ausbruch. Bei Mondschein... ganz romantisch. Der Mýrdalsjökull war beleuchtet von den Scheinwerfern der Jeeps und Motorschlitten und es schien auch dort oben reger Verkehr zu herrschen.
Aber wieder zurueck zum Wanderplan. Gestern abend wurde der Wanderweg, der von Skógar aus zur Eruptionsspalte fuehrt gesperrt, da der Wind sich gedreht hatte und nun die Asche genau auf den Weg blies und somit den Wanderern entgegen. Nicht gut! Heute morgen wurde er wieder freigegeben, aber vor dem Wetter gewarnt. Es sollten auf der Höhe von 800-1000m, also ungefaehre Zielhöhe, eine Normaltemperatur von -14°C herrschen und zu allem Ueberfluss ein Gegenwind von ca. 10-15m/s. Macht zusammen: Saukalt und unangenehm den Berg bei eisigem Gegenwind zu erklimmen. Am Vortag wurde ein junger Mann in Jeans und Turnschuhen oben auf dem Berg aufgegriffen, heute wurden mehrere Leute bereits auf dem Weg nach oben von anderen Wanderen gestoppt und einige Leute mit Unterkuehlung und Erschöpfung sogar ins Krankenhaus gebracht. Immer wieder wird explizit darauf hingewiesen, dass nur Leute mit entsprechender Ausruestung und Kondition den Aufstieg wagen sollen. Mit ausreichend Essen und warmem Getraenk, dick eingepackt, in vernuenftigen Schuhen und Kleidern. Interpretationssache.
Heute morgen haben wir dann fuer uns entschieden den Plan zu aendern und stattdessen auf den Þórólsfell (574m?) zu steigen, der Tag sollte ja nicht untaetig vergehen. Liegt im Fljótsdal, man kommt nicht an den Vulkan heran, hat aber eine tolle Aussicht ueber Þórsmörk. Die Wanderung hat ungefaehr 4 Stunden gedauert, hat uns dann auch gereicht, denn auch auf dieser Strecke wehte ein ausgesprochen frisches Lueftchen. Wenn der Wind sich wieder beruhigt hat, will ich aber auf alle Faelle einen weiteren Versuch starten. Entweder zu Fuss oder mit dem Motorschlitten.

Zum besseren Verstaendnis (Quelle: www.nat.is)
(Nr. F261 sind wir bis fast zum Schluss gefahren, am Fimmvörðuháls in Richtung Þórsmörk befindet sich die Eruptionsspalte, auf den Þórólfsfell sind Christiane und ich heute geklettert)

Dieser Vulkanausbruch ist fuer einige die Lizenz zum Gelddrucken.
Tour mit dem Motorschlitten: 300€ - Dauer ca. 2,5Std. - Anreise auf eigene Faust. Mit Transfer im Super-Jeep: ca.460€
20minuetiger Helikopterflug: ca. 270€
Superjeepfahrt zum Helikopter und Flug ca. 580€
Abendtour zum "von unten ein wenig den Vulkan leuchten sehen" ca. 60€

Man kann angesichts der grossen, randvollen 75Mann Bussen eigentlich nur den Kopf schuetteln, denn vom Parkplatz aus kann man nicht einmal ermessen wie genial das ist. Leider braucht man fuer diese Strasse spezielle Busse bzw. einen guten Jeep.
Andere Zahlen bringen auch zum Schmunzeln.... Gestern waren 5000!!!!! Menschen an der Ausbruchsstelle, unglaublich viele Flieger in der Luft. Zwischen Mitternacht und 6Uhr in der Frueh sind 2600 Autos durch Hella gefahren.

So sah es gestern abend auf der F261 aus (Bild: Sigurður Bogi, Quelle: mbl.is)


Hier nun einige meiner Bilder von gestern abend und der heutigen Wanderung - ich bin immer wieder begeistert wo mein tolles Auto mich immer wieder bringt. Wenn ich wieder ein wenig ausgeschlafener bin, werde ich auch noch die Restlichen hochladen.

Aussicht - unten kann man den Wagen sehen.
Blick ueber Þórsmörk, wo man leider nicht reinfahren darf. Die Strasse ist sogar bewacht.
Blick vom Gipfel auf die Ausbruchsstelle. Die Dampfwolke war gerade erst aufgetaucht, es ist ein weiterer Lavafluss in die Hrunagil geflossen und dort auf Wasser und Schnee getroffen.

Der Vulkan hat sogar seine eigene Webseite... da sind immer mal wieder Neuigkeiten drauf.
Guckst Du hier

Freitag, 26. März 2010

Sommerbote, der Naechste


Bei der heutigen Suedkuestentour habe ich gaaaaaanz viele Austernfischer gesehen. Mein erster Zugvogel - Kontakt in diesem Jahr. Es wird Sommer!!!!!

Habe auch mal die Wettervorhersage fuer die geplante Wandertour am Sonntag geschaut - uuuuuuh, kalt und windig. Versuchen werden wir es trotzdem! Auf den Bergen ist dann doch noch kein Sommer.

Donnerstag, 25. März 2010

Lóan er komin


Dieser kleine Piepmatz ist der Fruehlings- bzw. Sommerbote. Laut mbl.is wurde der erste Goldregenpfeifer des Jahres im Osten bei Höfn gesichtet...

Und nochmal

Video Tag 2

Video

Video Tag 3

Bei Tageslicht

Da es mittlerweile Zeit wird das Geschehen mit eigenen Augen zu betrachten, habe ich eben Christiane angerufen und wir haben mal ins Auge gefasst Sonntagmorgen den Berg zu erklimmen. Meinen Ruecktransfer der Reisegruppe versuche ich jemand anderem auf´s Auge zu druecken und die Pferde ebenfalls. Dann kann es eigentlich am Sonntag in aller Fruehe vor dem grossen Ansturm losgehen, denn ich denke es wird viel Verkehr sein auf dieser Strecke. Die Wetteraussichten sind gut und ich druecke uns einfach mal die Daumen. Dann gibt es endlich eigene Bilder!

Hier noch welche von der Wetterseite : heute morgen

(Bild: Ólafur Sigurjónsson í Forsæti kl. 07:30 í morgun, 25.mars2010, Quelle: www.vedur.is)

Link zur Wetterseite

Mittwoch, 24. März 2010

Fréttir

Hier gibt´s ein Video von heute mittag zu sehen.


Eldgos, der vierte Tag

Der Lavafluss bewegt sich in Richtung Þórsmörk, trifft auf Schnee und das Ganze macht viel Dampf. Wenn die Lava weiterhin so fliesst, dann könnte es den Weg der Krossá (Fluss in Þórsmörk, den man desöfteren durchqueren muss und in dem auch gerne mal Leute steckenbleiben) veraendern. Spannend... Ansonsten hat sich die Situation wieder etwas beruhigt, keine akute Gefahr eines Gletscherlaufes, die Eruptionsspalte spuckt ziemlich regelmaessig und scheint soweit stabil. Allerdings lassen sich die Fachleute nicht dazu ueberreden eine verbindliche Aussage zu machen.
Mein Lieblings-Fernsehmann Gisli Einarsson war heute an der Ausbruchsstelle, nahm ein Stueck Lava in die Hand mit den Worten :" Noch warm, sozusagen frisch aus dem Ofen". Er trifft die Dinge meistens genau auf den Punkt.

Ausserdem ist der Fussweg hoch auf den Fimmvörðuháls wieder freigegeben... dreimal duerft ihr raten, wer da am Sonntag oder Montag hochlaufen möchte... Leider muss ich am Wochenende wieder arbeiten und damit faellt die Wochenendwanderung flach. Þormar ist auch gerade mit dem neuen Truck - ja, er hat nach dreieinhalb Jahren Schrauben und Knauben endlich die Zulassung bekommen - auf dem Weg nach Egilsstaðir. Dort wird morgen mittag eine Gruppe britischer Schueler einfliegen, die er in Empfang nimmt. Die erste Bewaehrungsprobe!

Dienstag, 23. März 2010

Liveschaltung

Die Firma "Mila" hat freundlicherweise an dem Mast in Hvolsvöllur und nördlich des Eyjafjallajökull auf dem Berg Þórólfsfell jeweils eine Webcam installiert. Vielen Dank.

Blick auf den Vulkanausbruch

Von Hvolsvöllur

Von Þórólfsfelli

Die Bilder können teilweise sehr verwackelt sein, es stuermt z.Zt. im Sueden der Insel.

Der Ausbruch verhaelt sich relativ ruhig, die Spalte hat sich nicht vergrössert oder verlagert, der Lavastrom fliesst auf Schnee und deshalb entsteht eine recht grosse Dampfwolke. Gluecklicherweise haelt sich auch die Ascheförderung bisher in Grenzen, da diese Asche den Boden bzw. die Wiesen vergiftet und die Tiere dadurch ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen werden. Die Anwohner durften bis auf wenige Ausnahmen wieder in ihre Haeuser und die Strassen sind meist wieder freigegeben. Der Weg nach Þósmörk und auf die Skógaheiði ist gesperrt, da einfach zuviele Menschen gucken wollen und sich dabei in Gefahr begeben.

Hier gibt es neue Bilder von Þór Kjartansson

Dann gibt es ja auch noch Katla... der "Nachbarvulkan" unter dem Mýrdalsjökull. Bei den letzten Ausbruechen des Eyjafjallajökull wurde Katla jedesmal geweckt... um 920, 1612 und 1823. Es wird vermutet, dass es auch diesmal der Fall sein wird - Frage ist nur: Wann?
Die Reiseunternehmen hoffen alle, dass dies auf keinen Fall zwischen Ende April und Anfang November geschieht. Eine Evakuierung oder Sperrung des Gebiets ist ohnehin schon schwierig, aber in der Hauptsaison die ultimative Katastrophe. Vorallem weil auch so viele Individualtouristen unterwegs sein werden, die nicht mit den Sicherheitsvorkehrungen vertraut sind und im Radio keine Nachrichten verfolgen können, sofern sie denn ueberhaupt Radio hören.
Naja, man kann gespannt sein...
Der Link zur Webcam funktioniert leider nicht, werde ihn einstellen sobald das staatliche Fernsehen seine Homepage wieder in Gang bekommen hat. Dann stelle ich auch den Link zu Hekla ein, wenn ich schonmal dabei bin.

Montag, 22. März 2010

Ausbeute der letzten Tage....

Donnerstag am Nachmittag begann wieder eine Schnupperreise - ich holte also die kleine Gruppe vom Flughafen ab, wir fuhren in die Blaue Lagune, an die Suedkueste und den Golden Circle. Bei traumhaftem Wetter und wenig Wind waren dies zweieinhalb schöne Tage... Dies viele Glueck mit dem Wetter mussten die Leute dann von Samstag auf Sonntag verloren haben, da der Vulkanausbruch der planmaessigen Abreise dazwischen kam.

Strokkur....
unten: in dem geothermalen Gebiet "Geysir"
der Explosionskrater "Kerið"

Seljalandsfoss
Skógafoss
Drangshlið
Landvegamót
Hekla....

Sonntag, 21. März 2010

Eldgos

(Photograph: RAX, Quelle: mbl.is)

Es ist soweit.... es hatte sich angekuendigt in den letzten Wochen - durch tausende kleinerer Erdbeben. Gestern abend 23:34 Ortszeit ging es los, die Spalte ist z.Z. zwischen 500 und 1000m lang und befindet sich zwischen Eyjafjallajökull und Mýrdalsjökull an der Nordseite. Die beiden Eiskappen sind (noch) nicht betroffen, d.h. ein Gletscherlauf wird ersteinmal nicht stattfinden. Die Spalte kann sich ausdehnen oder auch nicht, der Ausbrauch kann morgen vorbei sein oder erst in einigen Monaten oder gar Jahren... Man wird sehen. Jedenfalls war an dieser Stelle - Fimmvörðuháls - seit vielen Tausend Jahren kein Ausbruch. Unter dem Gletscher des Eyjafjall fanden 1612-13 und 1821-23 die beiden Ausbrueche seit der Landnahmezeit statt. ( Wen es interessiert: Wikipedia, weitere Bilder von RAX, GoogleEarth).
Die Experten sprechen von einem kleinen Ausbruch, es wurde dennoch evakuiert - vorsichtshalber.
Der Flughafen war heute morgen erstmal dicht - sehr zu meinem Leidwesen, denn ich erschien um halb fuenf in der Nacht am Hotel um meine Reisegaeste zu ihrem Flieger zu bringen. Nach gemuetlicher Lagebesprechung sind wir alle wieder ins Bett und um kurz nach neun heute morgen ging es dann nach Keflavík.
Die Strassen im Sueden sind an manchen Stellen gesperrt, der Sicherheit wegen und wohl auch vorallem weil die Rettungsleute und die Polizei keine Schaulustigen in der Naehe haben möchten.
Dies nur in Kuerze... wenn ich die Möglichkeit habe eigene Bilder zu machen, werde ich sie selbstredend einstellen. Aber nicht nur die Tatsache, dass die Strassen gesperrt wurden hindern mich daran, das Wetter laesst zu wuenschen uebrig. Es ist neblig, stuermisch und pfui.
In diesem Sinne....

Donnerstag, 11. März 2010

und schon ist wieder Maerz

Das Jahr geht rum... fast das erste Viertel bereits vorbei. Wir haben hier im Suedwesten der Insel sehr seltsames Wetter seit Jahresbeginn. Kaum Schnee, wenn dann viel und nur kurz. Es sind mal -2°C und dann am naechsten Tag wieder +8°C... Regen faellt ziemlich viel und dann ist es wieder nur neblig... Dieses Wetter hat definitiv nichts mit Winter zu tun, es ist einfach nur pfui!
Ich habe einen weiteren Einsteller im Pferdestall bekommen, einen jungen Hengst. Gluecklicherweise völlig unproblematisch, so dass er sowohl in der Nachbarbox neben der Stute stehen kann, als auch mit den Wallachen gemeinsam raus kann zum Spielen. Sehr höfliches, freundliches junges Pferd... steht uebrigens zum Verkauf.

Montag, 22. Februar 2010

Wochenend und Sonnenschein...


Wo Nordlichter - da kalt und schönes Wetter. Auch am Tage. Alte Bauernweisheit. Und hier der Beweis! (oben: Sonnenaufgang auf der Hellisheiði)

Blaue Lagune in der Abendsonne

Dýrhólaey am Mittag und Gullfoss am naechsten Mittag
Þingvellir in der Nachmittagsstimmung....


Schönstes Winterwetter ist es... am Wochenende war es um -3°C und heute morgen auf dem Weg zum Stall bittere -8°C. Aber windstill und dann macht das ueberhaupt nichts aus. Werde gleich mal noch die lieben Pferde bewegen gehen - die geniessen es bei diesem Wetter draussen zu sein und spielen zu können. Fetzen meist wie von der Tarantel gestochen umher, Hintern in der Luft und Vollbremsungen am Zaun. Wenn es ihnen denn Spass macht...

Donnerstag, 18. Februar 2010

sie tanzen wieder...

... die Nordlichter. Und das sogar hier ueber der Stadt. Seit zwei Tagen wie verrueckt... Vorgestern war ich zu faul die Kamera zu holen und habe mich stattdessen am Anblick berauscht. Gestern sind wir extra abends losgefahren, damit ich Bilder machen kann.
Muss noch ein wenig ueben mit den Einstellungen, aber fuer den Anfang... Heute abend geht es wieder auf die Jagd, das Wetter ist perfekt dafuer. Sternenklar und kalt. Diesmal werde ich mich aber nicht in die Naehe anderer Lichtquellen begeben.






Die dunkle Jahreszeit ...

...geht ihrem Ende entgegen.... Morgens, wenn ich am Stall bin, geht bereits die Sonne auf und taucht die Landschaft in eine Mischung aus rosa, rot, fliederfarben und orange. Abends, wenn ich bereits zuhause bin, geht sie mit gleichem Aufwand unter. Die Tage werden deutlich laenger, fangen frueher an und hören spaeter auf... Seit drei Tagen ist auch hier sowas wie winterliches Wetter, kalt und sonnig. Schneien tut es nur in der Nordhaelfte der Insel, aber wenigstens ist es hier endlich mal kalt geworden. Offensichtlich hatte der Wettergott in Europa soviel zu tun, dass es fuer das Winterwetter auf Island nicht mehr gereicht hat - zumindest nicht hier in der "Stadt".





Was mir in jedem Jahr auf's Neue auffaellt ist, dass hier Fasching eigentlich nicht gefeiert wird. Nicht, dass ich es vermissen wuerde.
Es gibt eine Woche vorher den sogenannten "Bóndadagur" - Maennertag. In den letzten drei Jahren war an diesem Tag der Treibstoff erheblich billiger - in diesem Jahr wurde dies grosszuegig vergessen.
Dann kommt die Woche drauf der "Konudagur" - der Frauentag. Hier gibt es dann immer Blumen im sogenannten Sonderangebot.
Dann kommt der "Bolludagur" am Rosenmontag. Bollur sind eigentlich aufgeschnittene Windbeutel mit (meistens) Rhabarbarmarmelade bestrichen, geschlagene Sahne drueber, zugeklappt, Schokoladenguss drauf und rein damit. Ich persönlich finde das schlicht und ergreifend furchtbar suess! Denn die isl. Rharbarbarmarmelade wird solange mit Zucker verruehrt und gekocht, bis es zu einer braunen, klebrigen Masse geworden ist. Diese wiederum steht immer auf dem Tisch und wird bevorzugt zu ALLEM gegessen. Wenn man sich mal daran gewöhnt hat, ist das wirklich lecker. Andere "Bollur" sind auch erhaeltlich, meine Baeckerei macht beispielsweise sehr gute Krapfen oder Berliner - wie auch immer.
Am Faschingsdienstag ist hier "Sprengidagur" - Uebersetzung faellt mir dazu keine ein, vielleicht am ehesten "der Tag, an dem man platzt". Da gibt es traditionell Salzfleisch mit gelben Bohnen bzw. Linsen, Steckruebe und Kartoffeln. Man könnte meinen, dass es wirklich nur an diesem einen Tag im Jahr Salzfleisch gibt. Ueberall gibt es Angebote, im Radio wird darueber berichtet etc.
Am Aschermittwoch, dem "Öskudagur", dann... ja dann verkleiden sich die Kinder und gehen fuer Suessigkeiten singen.
Die wissen hier nicht, dass am Aschermittwoch doch schon alles vorbei ist....

Donnerstag, 4. Februar 2010

N.N.

Der Neue, noch namenlose Mitbewohner. Ein Himbrimi....



Montag, 1. Februar 2010

Island...

... ist Dritter der Handball EM 2010 geworden und ich oute mich hiermit als Fan der Nationalmannschaft Islands.

Nach der olympischen Silbermedaille in Bejing, haben sie diesmal Bronze erkaempft. Mitunter war es ausgesprochen ungesund fuer den Zuschauer und nichts fuer schwache Nerven. Die letzten drei Spiele konnte ich mir dann auch nicht mehr ansehen, bin stattdessen in den Stall gefahren und habe der Rundfunkuebertragung gelauscht.
Fand es faszinierend, dass jeder - wirklich JEDER - ueber die Spiele Bescheid wusste. Einschaltquoten laut des staatlichen Fernsehens 82% - okay, es gibt nicht soooo viele Alternativen, aber die meisten Spiele waren mittags und trotzdem haben die Leute geschaut. Man unterhielt sich auf der Strasse, im Supermarkt oder irgendwo mit wildfremden Menschen ueber Handball. Waehrend der Spiele waren die Strassen so gut wie leer - kein Verkehr, kaum jemand war einkaufen.
Beim Spiel um den dritten Platz haben sich Islaender und Polen getroffen und gemeinsam das Spiel geschaut und gefeiert - friedlich, was will man mehr?
Januar 2011 ist WM und Island ist bereits qualifiziert.
Ich freu mich...

Sonntag, 31. Januar 2010

Blogg mal wieder!

Diese Bilder sind gestern entstanden - leider nicht gut geworden, da ich ein braunes Jungpferd dabei hatte bei meinem Spaziergang, welches mich in regelmaessigen Abstaenden ueber den Haufen rannte oder mich schubste, wenn ich stehen blieb zum Photographieren. Das naechste Mal gehe ich wieder alleine. War hier im Reitgelaende unterwegs, allerdings auf dem Gehweg. Die Reitwege sehen aehnlich aus nur breiter - es ist einfach das schönste Reitgelaende im Grossraum Reykjavík. Schneehuehner gibt es hier zu Hauf, leider konnte ich mich gestern nur schwer anschleichen - hatte schliesslich ein schreiendes Pferd dabei. War ganz alleine in der grossen, weiten Welt - das arme, arme kleine Pferd.






Lange nicht gebloggt, aber ich hatte schlicht und ergreifend keine Lust. Das Wetter war auch nicht geeignet zum Bildermachen und eigentlich auch nicht um vor die Tuere zu gehen. Es regnete und regnete mehr oder weniger ohne Unterlass seit Anfang Januar - es war warm und vorallem nass. Pfui! Seit zwei Tagen friert es endlich wieder und auch die Sonne laesst sich blicken, der Wind verhaelt sich still und es ist einfach schön - hebt die Laune natuerlich erheblich.
Ansonsten ist einiges passiert, aber der Reihe nach. Ich war das erste Mal seit fast sechs Jahren im Theater! Kleine Buehne, ehemaliges Kino, ein Einmann-Stueck ueber Jaeger, Sammler und Höhlenbewohner damals und heute. Wir hatten Christiane und Logi zu Weihnachten einen Gutschein geschenkt, die kamen mit Sack und Pack angereist, Rike huetete die Kinder und wir gingen ins Theater... Schön war´s.
Auch ein Wunder geschah, besser gesagt gleich zwei Wunder.
Ersteres: Es kam jemand und hat mir Licht im Wohnzimmer und am Schreibtisch gezaubert! Kann man sogar mit Hilfe eines Schalters an- und ausknipsen. Ich bin ganz begeistert. Der erste sogenannte Elektriker hat ja bereits Ende November hier ein wenig geschraubt und ist seither spurlos verschwunden...
Zweites Wunder: Das Falbpferd, seines Zeichens ausgesprochen schwer von Begriff, hat nach vielen Versuchen ueber viele Jahre hinweg endlich verstanden was es bedeutet ein Reitpferd zu sein. Man muss laufen auch wenn jemand oben drauf sitzt. Vorgestern hat es offenbar *klick* gemacht und das Pferd laeuft. Gestern waren wir schon kurz ausreiten - ich bin ganz gluecklich, dass es sich endlich bezahlt gemacht hat.
Die restlichen Pferde der Sammlung machen sich auch gut, sind fleissig und lernen. Bin sehr zufrieden. Þjálmi kommt ab morgen in Beritt, irgendwie habe ich das Gefuehl zu alt zu sein, um auf rohen Jungpferden meinen Hals zu riskieren. Der Trainer soll ihn nur ein wenig arbeiten, damit ich dann weitermachen kann auch ohne dass jemand mit mir reiten geht. Das ist mir das Geld durchaus wert....
Zwei weitere Pferde haben sich in die Gruppe gesellt, der Fuchs ist nur kurzer Gast und die Schimmelstute bleibt bis zum Fruehjahr bei uns.
Ab April geht es schon wieder mit den Reisen los - Rundreise! Bin mal gespannt wo wir ueberall im Schnee stecken bleiben werden.





Und eine Innenansicht meines Pferdestalls. Links die Einzelboxen und rechts die Doppelboxen - andersrum natuerlich. Links im Bildrand ist ein grosser freier Platz zum Putzen und Heulagern - immerhin drei grosse Rundballen haben Platz. Und in einer der Einzelboxen habe ich eine Kaffeestube eingerichtet, mit zwei Stuehlen, einem kleinen Tisch, einem Radio und einer Kaffeemaschine!