Wieder auf Island angekommen, wollte ich eigentlich noch einige Tage Urlaub innerlands machen, diesmal mit Kind UND Mann. Was soll ich sagen...? Es kam wie es kommen musste - ein Bus ging kaputt, fuer drei - offensichtlich spontane - Reisen wurden plötzlich Fahrer und Busse gebraucht und zu guter Letzt schlug das Wetter um!
Wir fuhren trotzdem. Allerdings wurden es statt einiger Tage in den Osten, zwei!!!! Tage in den Westen. Eigentlich nicht einmal ganze zwei Tage. Nachmittags los in Richtung Schwiegerpapa und dort uebernachtet. Am naechsten Morgen musste erst die Wasserpumpe repariert, installiert, wieder rausgezogen, verflucht, auseinander genommen, ausgetauscht und wieder installiert werden. Einige zeitaufreibende Versuche und mehrere Stromschlaege spaeter war das blöde Ding dann endlich in 35m Tiefe festgemacht und pumpte auch endlich das blöde Kaltwasser nach oben. Wir konnten dann gegen 13Uhr endlich losfahren in Richtung Hólmavík, dran vorbei Richtung Drangsnes, vorher abgebogen in Richtung Niemandsland. Die sogenannte Strasse fuehrt tatsaechlich ins Nichts, wird im Winter nur geraeumt, wenn es der Strassenwacht in den Sinn kommt (nicht zwischen Weihnachten und mindestens Februar) und die restlichen Bewohner (angeblich noch 47) muessen eben schauen wo sie bleiben. In diesem Fall meistens eingeschneit oder zumindest vom Rest der Welt abgeschlossen. Es gibt einen kleinen Flugplatz, eine Tankstelle und einen Tante Emma Laden (weder die Tankstelle noch den Laden konnten wir finden) und ein Hotel. Letzteres besuchten wir auf dem Rueckweg zu Kaffee und Kuchen (lecker Karottenkuchen gibt es da). Im Laufe unserer Fahrt (180km ueber mehr schlechte als rechte "Strasse") stellte sich heraus, dass auch Þormar noch nie dort war. Endlich hatte ich einen Platz gefunden, an dem er keinen kannte - dachte ich! Ins Hotel rein, Kind auf Papas Arm, ich schnell auf´s Klo, komme zurueck... - Þormar in angeregtem Gespraech mit dem Hotelier ueber gemeinsame Bekannte. Es ist zu Verzweifeln! Es hatte keine zwei Minuten gedauert....
Das Wetter war bescheiden und wir fuhren deswegen auch nicht den gesamten Weg, aber wir machten uns einen Eindruck und haben beschlossen es im naechsten Sommer nocheinmal zu versuchen - diesmal mit mehr Zeit (hahahaha) und einem Aufenthalt im Hotel.
Es hat mich sehr bedrueckt zu sehen, dass diese einst reiche Gegend mittlerweile fast verlassen ist und offensichtlich auch vergessen wird. Man will die Bewohner dort weg haben, kosten nur Geld und bringen nicht genuegend Steuereinnahmen - so scheint es jedenfalls. Wenn man den Leuten zuhört, glaubt man es auch. Frueher war es dort dicht besiedelt, es gab genug zu essen und bis auf einen Hof hatten alle Zugang zum Strand und somit zu Treibholz. Dieses wurde auf der baumlosen Insel wie Gold gehandelt. Dort wurden in den dreissiger Jahren Fsichfabriken gebaut um die grossen Heringsschwaerme nutzen zu können, dann war der Hering um 1950 herum weg und alle Investitionen futsch. Seitdem vegetiert diese Gegend vor sich hin, wird vernachlaessigt und es ist verstaendlich, dass viele einfach nicht mehr dort bleiben wollen. Auskommen gibt es in der Schafzucht und in der Betreuung der Eiderenten, die freundlicherweise mit ihren Daunen bezahlen. Die Landschaft ist atemberaubend, aber dafuer kann man sich leider nichts kaufen. Tourismus gibt es nur bedingt und man hat das Gefuehl, dass die Verbliebenen die Hoffnung auf Besserung langsam aufgeben.
Wir wollen jedenfalls wieder kommen und wandern gehen, die Strasse bei besserem Wetter noch zum Ende fahren und vorallem die Ruhe geniessen. Es wird interessant werden, wann Þormar damit aufhören wird auf´s Telefon zu starren um sich zu vergewisern, dass dort wirklich kein Empfang ist!
Nach ca. acht Stunden mit Stopps hier und da waren wir wieder bei meinem Schwiegervater und haben uns ein wneig ausgeruht. Emil bekam von seinem Opa ganz viele frisch gepflueckte Blaubeeren zugesteckt und ass sie mit grösstem Genuss und der dementsprechenden Sauerei. Gegen zwei Uhr nachts waren wir wieder daheim und wie sich herausstellte war dies auch bitter nötig, denn die Katzenwacht funktionierte nicht ganz so wie bestellt. Gulli liess sich erst am naechsten Abend wieder blicken und war ausgesprochen beleidigt und Bingó (der nie beleidigt ist) war kurz vorm Verhungern. Unser Kind war sehr tapfer und liess sich sehr gut bei Laune halten und unterhielt auch das komplette Hotel (es waren tatsaechlich mehrere Kaffeegaeste anwesend) mit seinem Gequietsche und Gebrabbel.
Leider war das Wetter nicht so klar. Es nebelte und regnete und ab und an schien die Sonne ein wenig durch.
Ein Zeitzeuge in Djúpavík
Die ehemalige Heringsfabrik wird nach und nach wieder hergerichtet und als Ausstellungsraum genutzt
Ebenfalls ein Zeitzeuge, leider vergammelt der Grossteil des Dorfes. Unter anderem weil die Besitzrechte nicht geklaert sind, bzw. die Besitzer keinerlei Interesse haben etwas zu aendern. Macht keinen guten Eindruck auf wenigen Besucher der Gegend.
Die Renovierung hat bereits bgonnen...
... und ddieser Teil des Gebaeudes wird als Kuenstleratelier und Ausstellungsraum genutzt.
Der etwas bessere Teil der Strasse
Der etwas schlechtere Teil der Strasse
Djúpavík aus der Ferne
Emil mit privatem Traeger
Relikte aus besseren Zeiten
Geschlossen wegen Umbau... Hat sich jemand einen Scherz erlaubt.
Unser treues Gefaehrt.
Eiderenteninsel...
Anklicken und grösser sehen......
Dienstag, 28. August 2012
Besuch in der Pfalz
Waehrend unseres Deutschlandaufenthaltes waren wir Susanne und Lena im Pfaelzerwald besuchen. Die Sonne war uns gnaedig und schien zwar, brannte aber nicht so wie die Tage zuvor vom Himmel herunter. Im Garten haben wir frisch gebackenen Zwetschgenkuchen gegessen und einen schönen Milchkaffee getrunken und die Kinder haben im Sandkasten gespielt und sind gerutscht. Lena schon ganz alleine, Emil mit ein wenig Hilfe. Als beide Kinder dann seeeeeeehhhhr muede waren, wurden sie kurzerhand ins Auto gepackt und wir sind Pferde gucken gefahren. Vorbildlicherweise haben die beiden sofort geschlafen und auch so lange bis wir mit Pferdegucken fertig waren.
Hier noch einige Bilder
"heeeeee Du da. Was machst Du denn in meinem Sandkasten?"
"Ich sitze hier! Und was ueberhaupt ist ein Sandkasten? Kenne ich nicht"
"Ich zeig Dir wie man damit spielt!"
"Photoshootings sind doof...."
Vielen Dank fuer den schönen Tag.....
Hier noch einige Bilder
"heeeeee Du da. Was machst Du denn in meinem Sandkasten?"
"Ich sitze hier! Und was ueberhaupt ist ein Sandkasten? Kenne ich nicht"
"Ich zeig Dir wie man damit spielt!"
"Photoshootings sind doof...."
Vielen Dank fuer den schönen Tag.....
Dienstag, 14. August 2012
Sommerurlaub....
.... hatte ich seit vielen Jahren nicht mehr. Aufgrund meiner beruflichen Taetigkeit ergab sich im Sommer eigentlich keine Gelegenheit in Urlaub zu fahren. Mal einen unserer beruechtigten Tagesausfluege - okay - aber mehr auch nicht. Die Tagestouren von 800km sind mittlerweile auch tabu - Emil wird dem vermutlich ersteinmal nicht zustimmen.
Da mein Mann im Sommer nicht weg kann, weil sonst frei nach Murphy mit Sicherheit noch mehr schiefgeht, als ohnehin schon in dieser Saison, fuhren Emil und ich eben ohne ihn nach Deutschland. Zwei ganze Wochen! ( Die beiden waermsten Wochen hier auf Island....). Das Wetter aenderte sich mit unserer Ankunft in Köln/Bonn - es waren nachts noch immer viele, viele Plusgrade - und blieb auch erst mal so warm. Wir beide kamen da ganz schön ins Schwitzen. Das letzte Mal ueber 25°C hatte ich im Dampfbad im Winter....
Jedenfalls verlief der Flug angenehm und Emil schlug sich tapfer. Flirtete mit den drei Japanerinnen hinter uns und war bis auf ca. 25 min. sehr gut drauf. Die Fahrt nach Saarbruecken verlief ebenfalls reibungslos und dauerte fast eben so lange wie der Flug. Mein Baby hat sich wirklich tapfer geschlagen und kaum gejammert.
In SB wurde dann gefaulenzt, geplanscht, eingekauft, Kaffee getrunken, Freunde getroffen, ueber die Grenze in die Pfalz sind wir gefahren, Tanja kam uns besuchen und eigentlich ist sonst nichts weiter passiert. Zwei Wochen gehen recht schnell vorueber, sind aber durchaus ausreichend. Die Familie kam zusammen, Emil lernte seine Cousinen kennen, meine Schwester reiste aus dem Schwarzwald an und auf dem Rueckweg trafen wir noch meine Cousine nebst Familie in Bonn. An dieser Stelle nochmal vielen Dank fuer das leckere Essen mit den Zucchini aus dem Garten.
Ich habe es genossen das Kind wenigstens morgens zum Hundespaziergang abgeben zu können, zu anderen Zeiten wurde eine Trennung immer von lautem und jaemmerlichstem Geschrei begleitet. Mein Sohn war der festen Ueberzeugung ich wolle ihn zuruecklassen. Der Einfachheit halber nahm ich ihn dann eben mit an den Staden um Zippo zu treffen und das Kind sass zwei Stunden seelig laechelnd mit einer Brezel in den Haenden bei uns. Das funktionierte dann auch einige Tage spaeter in der Stadt und beim anschliessenden Kaffeetrinken. Brezeln sind prima... und leider hier nicht verfuegbar.
Der Rueckflug verlief ebenfalls ruhig und problemlos, wenn man von dem chaotischen Einchecken absieht. Nie wieder Köln/Bonn! Noch blöder kann man sich kaum anstellen und die von der Sicherheitskontrolle hielten sich auch fuer unglaublich wichtig....
Endlich wieder daheim angekommen, aenderte sich auch hier das Wetter - allerdings wurde es merklich kuehler und feuchter. Das Kind hat einen Schneidezahn aus Deutschland mitgebracht und dieser bekommt jetzt lautstark Gesellschaft, raubt uns allen die Nerven und auch den Schlaf. Das Kind ist froh den Papa wieder zu haben und umgekehrt ist es wohl auch so. Morgen wollen wir noch in eine kleine Familienfreizeit starten - drei Tage oder so - wissen noch nicht so genau wohin und ich glaube es auch erst, wenn wir dann auch losfahren. Es kommt immer wieder was dazwischen - das Wetter, die Fahrer, ein Bus, eine Tour oder sonstwas.
Ich packe meinen Koffer.....
...im Flieger
Die ersten Sonnenstrahlen im Garten geniessend
Gutti mit seinem tollen Stock
Der alterwuerdige Kirschbaum...
Gutti kuehlt sich ab im Nauwieserweiher
Emil verschlaeft dies
Nach dem Planschen im Kinderpool rollte er sich auf dem Gras trocken.
Der Pool.... Danke Opa
Emil guckt die Olympiade
Ein UHU
Soooo viele verschiedene Tiere
Esel
Wildschauen
Die Zwergziegen fand er extra toll. Die machten wenigstens Geraeusche
Emil mit einem sehr dicken Pelikan auf dem Bauch
... mit Fabienne, der juengsten Cousine
... mit Lisa, der zweit juengsten Cousine
... und hier noch mit Michelle
Gutti und sein neuestes Schwein, welches nicht quietscht, sondern grunzt.
Da mein Mann im Sommer nicht weg kann, weil sonst frei nach Murphy mit Sicherheit noch mehr schiefgeht, als ohnehin schon in dieser Saison, fuhren Emil und ich eben ohne ihn nach Deutschland. Zwei ganze Wochen! ( Die beiden waermsten Wochen hier auf Island....). Das Wetter aenderte sich mit unserer Ankunft in Köln/Bonn - es waren nachts noch immer viele, viele Plusgrade - und blieb auch erst mal so warm. Wir beide kamen da ganz schön ins Schwitzen. Das letzte Mal ueber 25°C hatte ich im Dampfbad im Winter....
Jedenfalls verlief der Flug angenehm und Emil schlug sich tapfer. Flirtete mit den drei Japanerinnen hinter uns und war bis auf ca. 25 min. sehr gut drauf. Die Fahrt nach Saarbruecken verlief ebenfalls reibungslos und dauerte fast eben so lange wie der Flug. Mein Baby hat sich wirklich tapfer geschlagen und kaum gejammert.
In SB wurde dann gefaulenzt, geplanscht, eingekauft, Kaffee getrunken, Freunde getroffen, ueber die Grenze in die Pfalz sind wir gefahren, Tanja kam uns besuchen und eigentlich ist sonst nichts weiter passiert. Zwei Wochen gehen recht schnell vorueber, sind aber durchaus ausreichend. Die Familie kam zusammen, Emil lernte seine Cousinen kennen, meine Schwester reiste aus dem Schwarzwald an und auf dem Rueckweg trafen wir noch meine Cousine nebst Familie in Bonn. An dieser Stelle nochmal vielen Dank fuer das leckere Essen mit den Zucchini aus dem Garten.
Ich habe es genossen das Kind wenigstens morgens zum Hundespaziergang abgeben zu können, zu anderen Zeiten wurde eine Trennung immer von lautem und jaemmerlichstem Geschrei begleitet. Mein Sohn war der festen Ueberzeugung ich wolle ihn zuruecklassen. Der Einfachheit halber nahm ich ihn dann eben mit an den Staden um Zippo zu treffen und das Kind sass zwei Stunden seelig laechelnd mit einer Brezel in den Haenden bei uns. Das funktionierte dann auch einige Tage spaeter in der Stadt und beim anschliessenden Kaffeetrinken. Brezeln sind prima... und leider hier nicht verfuegbar.
Der Rueckflug verlief ebenfalls ruhig und problemlos, wenn man von dem chaotischen Einchecken absieht. Nie wieder Köln/Bonn! Noch blöder kann man sich kaum anstellen und die von der Sicherheitskontrolle hielten sich auch fuer unglaublich wichtig....
Endlich wieder daheim angekommen, aenderte sich auch hier das Wetter - allerdings wurde es merklich kuehler und feuchter. Das Kind hat einen Schneidezahn aus Deutschland mitgebracht und dieser bekommt jetzt lautstark Gesellschaft, raubt uns allen die Nerven und auch den Schlaf. Das Kind ist froh den Papa wieder zu haben und umgekehrt ist es wohl auch so. Morgen wollen wir noch in eine kleine Familienfreizeit starten - drei Tage oder so - wissen noch nicht so genau wohin und ich glaube es auch erst, wenn wir dann auch losfahren. Es kommt immer wieder was dazwischen - das Wetter, die Fahrer, ein Bus, eine Tour oder sonstwas.
Ich packe meinen Koffer.....
...im Flieger
Die ersten Sonnenstrahlen im Garten geniessend
Gutti mit seinem tollen Stock
Der alterwuerdige Kirschbaum...
Gutti kuehlt sich ab im Nauwieserweiher
Emil verschlaeft dies
Nach dem Planschen im Kinderpool rollte er sich auf dem Gras trocken.
Der Pool.... Danke Opa
Emil guckt die Olympiade
Ein UHU
Soooo viele verschiedene Tiere
Esel
Wildschauen
Die Zwergziegen fand er extra toll. Die machten wenigstens Geraeusche
Emil mit einem sehr dicken Pelikan auf dem Bauch
... mit Fabienne, der juengsten Cousine
... mit Lisa, der zweit juengsten Cousine
... und hier noch mit Michelle
Gutti und sein neuestes Schwein, welches nicht quietscht, sondern grunzt.
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