Mittwoch, 28. April 2010

Mein kleiner Schatz wird erwachsen....

Þjálmi im Februar 2006.....
Maerz oder April 2006...
...und jetzt im Fruehjahr 2010 nach nur zwei Monaten Training... Das kleine Schnuffelpuffelponyfohlen ist ein Tölter geworden - er hat sich aus freien Stuecken dazu entschieden lieber zu tölten als zu traben, wofuer ich ihm ausgesprochen dankbar bin. Habe ja bereits drei Töltnixe im Stall. (Reiter: Aron Már Albertsson)


Zwei Schlafmuetzen

Ueber diese beiden Schlafmuetzen bin ich gestern gestolpert....

Bingó - vom vielen Schlafen immer ganz erschöpft. Wuerde er nicht immer zwischen uns unter der Decke liegen, könnte er den Nachtschlaf vielleicht besser nutzen.

Gulli hatte offensichtlich eine anstrengende Nacht hinter sich, er zuckte nicht einmal, als die Kamera auslöste. Normalerweise ergreift er die Flucht. Bestimmt gab es viele Vögel zu bewachen und es galt das Revier zu verteidigen.

Vom Thema abschweifend....

... heute mal kein Vulkan.
Mich hat es gestern abend bei Sonnenuntergang so gegen neun Uhr aus dem Haus getrieben. Zum Spazieren war es mir zu frisch, so bin ich an den Strand gefahren. Dort habe ich vier weitere Photographen getroffen, die wie ich mit schwerem Geraet anreisten um die Sonne zu verabschieden.
Es war so herrlich friedlich, wenn auch bitterkalt. Zwei Eiderentenpaare haben gebalzt - das hört sich seeeeehhhhr lustig an. Zwei Austernfischern tappelten am Strand entlang, pickten hier und da und genossen ansonsten vermutlich die letzten Sonnenstrahlen des Tages. Eine grosse Gruppe der Sandregenpfeifer pickte ebenfalls am Strand rum und der ein oder andere Mövenvogel schaute mal vorbei.
Gegen 21:10 am Strand von Álftanes
21:15
21:25 diesmal mit Snæfellsnesjökull
21:35
21:45

Dienstag, 27. April 2010

Sonntag, 25. April 2010

Nachtrag - 22.04.2010

Sumardagurinn fyrsti - der erste Sommertag

Nach diesem nationalen Feiertag, der bei schönstem Wetter begangen wurde, ist nun offiziell Sommer auf Island. Wie gut, dass niemand die alten Kalender weggeschmissen hatte damals und wir so auch heute noch wissen, dass am Donnerstag nach dem 18.April der Monat Harpa beginnt und somit der Sommer. Wenn in der Nacht auf diesen besagten Donnerstag die Temperaturen unter den Gefrierpunkt sinken, frieren Winter und Sommer zusammen - sagt man - und das verspricht gute sechs Sommermonate. Es wird also ein guter Sommer werden, denn es war bitterkalt....

Þormar und ich rafften uns zu einem kleinen Abendspaziergang im schönen Wetter auf und machten eine kleine Wanderung durch das Lavafeld um die Ecke um den Sommer zu suchen.... bei uns vor der Haustuere blueht der erste Löwenzahn, die Weiden geben ihren Einstand und ich habe den ersten Goldregenpfeifer des Jahres mit eigenen Augen sehen können bei meinem Ausritt am Nachmittag. Es roch einfach alles nach Fruehling, die Leute waren fröhlich und guter Dinge, es wurde gegrillt und viel spaziert.



Wir wurden dann auch schon erwartet....

... nicht etwas sehnsuechtig erwartet - eher ein "Na, das wurde auch Zeit - es ist schliesslich kalt"

Update

Ich war die letzten Tage ein wenig lustlos den Blogg zu schreiben, deswegen hier ein kurzes Update.
Der Wind hat gedreht und der Vulkan beeintraechtigt nun auch Island direkt.
Der Flughafen in Keflavík ist zur Zeit geschlossen, d.h. es sind keine Blindfluege bis 20.000Fuss Höhe erlaubt. Der internationale Flugverkehr wird ueber Akureyri abgewickelt, auch die Fracht. Leider war auch der Norden gestern kurzzeitig geschlossen und es wurde ein wenig chaotisch, da die Reisenden von Reykjavík mit Bussen nach Akureyri gekarrt wurden und dann dort sassen..... in einem provisorischen Zelt, welches an das kleine Café angebaut wurde. Die Stimmung ist trotz allem gut, was soll man auch machen. Jeder tut sein Bestes damit es funktioniert und irgendwie geht es dann auch, wenn auch mitunter mit grossen Verspaetungen.
Der nationale Flugverkehr fliegt momentan nicht, da auch hier nur Sichtflug erlaubt ist, die geforderte Sicht aber zu wuenschen uebrig laesst.
Seit gestern Nachmittag ist getruebte Sicht ueber Reykjavík, die Aschewolke hat die Stadt erreicht. Schwebt allerdings nur darueber und es faellt nichts runter. Aber die Luft ist einfach nicht so frisch wie normalerweise - man kann es riechen und auch sehen. Esja ist verschwommen. Naja, es werden auch wieder normale Zeiten kommen und ich hoffe sehr, dass sich der Flugverkehr wieder normalisiert, denn der Tourismus beginnt Anfang Mai und dann muss alles laufen.
Die Ascheproduktion des Vulkans ist zurueckgegangen, da weniger Eis/Wasser mit der Magma in Beruehrung kommt. So entstehen weniger Explosionen und somit weniger Asche. Ein Lavastrom soll sich den Weg unter den Gigjökull bahnen und unter dieser Gletscherzunge den Newtonschen Gesetzen folgen... Schade um den Gletscher, aber das ist wenigstens nicht gefaehrlich oder störend. Þormar war gestern abend in Hvolsvöllur und er meinte, man könne das Donnern und Poltern der Naturgewalten hören - unheimlich.
Islaendisch denken ist die Devise: þetta reddast - das wird schon!

Mittlerweile ist die Asche dann doch nicht soooo schlimm sagen die Experten. Sie sei ein toller Duenger - vielleicht nicht unbedingt, wenn sie mehrere Zentimeter dick auf den Wiesen liegt und alles erstickt, aber trotzdem ein guter Duenger. Der Fluorgehalt hat zugenommen, aber dafuer die Aschemenge abgenommen. Sie wird ein wenig grobkörniger. Aber diese Meinungen aendern sich aehnlich schnell wie die Windrichtung oder das Wetter, mal sehen was die Experten morgen sagen. Es ist noch nicht aller Tage Abend und die Hoffnung stirbt zuletzt.

Samstag, 24. April 2010

Dienstag, 20. April 2010

Montag, 19. April 2010

jæja...

... hier die Ausbeute des Wochenendes. Ich konnte es mir nicht entgehen lassen das Schauspiel aus der Naehe zu betrachten. (Bilder bitte anklicken)


visir.is

Nachfolgende Bilder sind von Rakel Ósk Sigurðadóttir/hestafrettir.is und zeigen die "Umsiedlung" einiger tragender Stuten in sicherere Gefilde (Bilder anklicken, um sie in voller Grösse zu sehen)

Samstag, 17. April 2010

noch gefunden....

vorher-nachher

die ersten bringen ihre grossen Herden in Sicherheit

heute mittag sind unglaublich viele Autos mit Pferdehaenger unterwegs gewesen und auch grosse Transport-LKW....

Beeindruckend von Pjetur Sigurðsson

(Mynd: Vilhelm Gunnarsson, visir.is)

Fuer die Neugierigen....

... ueber 1mio Zugriffe auf folgende Links gab es angeblich schon.

Eyjafjallajökull frá Hvolsvelli

Eyjafjallajökull frá Þórólfsfell

Eyjafjallajökull frá Valahnjúk í Þórsmörk

hier nochmal Bilder

Dieser Ausbruch hat mittlerweile Ausmasse angenommen, die nicht mehr lustig sind. Er ist dabei den einzigen noch funktionierenden Wirtschaftszweig (neben Fisch) zu zerstören - den Tourismus. Durch Schreckensmeldungen in den Medien, dass taeglich mehrere hundert Leute evakuiert werden muessen - was nicht stimmt - die Menschen nur noch mit Gasmasken rumlaufen - was auch nicht stimmt und vielfach einfach nur Panik gemacht wird, trudeln bereits die ersten Stornos ein. Grossartig.... Keiner der Reiseunternehmer wuerde es darauf ankommen lassen und Leute in Gefahr bringen. Die Insel ist gross, es gibt in der Tat noch andere Orte ausser ringsum den Vulkan.
Am Schlimmsten sind eigentlich die armen Bauern dran, deren Felder von einer dunkelbraunen Drecksbruehe ueberschwemmt wurden; deren Heuernte abgeschrieben werden kann, wenn der Berg nicht bald aufhört; die vielen Pferde, fuer die kein Platz im Stall ist und die deswegen draussen ausharren muessen. Die Schafe und Kuehe sind alle aufgestallt und werden geschuetzt soweit es geht, die Laemmer kommen jetzt zu dieser Zeit auf die Welt. Die Fohlen sind kurz davor zu purzeln, aber wenn sie im Ascheregen geboren werden, haben sie eigentlich keine Chance. Hoffentlich ist es bald wieder vorbei und Katla haelt ebenfalls die Fuesse still - die ist naemlich um einiges heftiger einzustufen...

Freitag, 16. April 2010

Die Englaender.....

...haben ihren Humor nicht verloren....

we want cash, not ash!

Herkunft unbekannt, soll aber aus einer englischen Zeitung stammen.

Erste Auswirkungen...

.... der Flugverkehr liegt noch immer lahm, die ersten Reisen werden storniert. Meine Rundreise, die heute beginnen sollte, wurde ersatzlos gestrichen. Wenn das so weitergeht wird es aus dem Rekordsommer nichts und unsere Busse können sich ausruhen, meine Pferde specken vielleicht doch noch ab und ueberhaupt. Man wird sehen und muss abwarten. Morgen soll schönes Wetter werden und ich werde es mir nicht nehmen lassen mal gucken zu fahren.
Die alte Bruecke ueber die Markarfljót hat gehalten und dient nun als Notbruecke, da die andere noch nicht wieder angeschlossen ist - die Strasse fehlt an einigen Stellen. Wie schon bei dem grossen Gletscherlauf 1996 ueber die Skeiðarásandur hielt ausgerechnet die aelteste Bruecke den Fluten stand.

Hier nochmal neue Bilder vom Aschefall und der Markarfljót mbl.is

Video mbl.is

Ein Bild von heute abend - es klart auf. (Golli/mbl.is)

Jetzt spielt aber erstmal Island gegen Frankreich zum Spass Handball, leider nur im Fernsehen. Da ich ja eigentlich jetzt arbeiten wuerde, habe ich mich nicht um Tickets gekuemmert. Und ich haette dieses Spiel sehr gerne in echt gesehen... Naja, dann eben irgendwann anders mal.

Donnerstag, 15. April 2010

zweite Runde...

... des Gletscherlaufs. Eine weitere Flutwelle ist unterwegs. Diesmal schneller, grösser, weiter als gestern.
Es wurde ratzfatz geraeumt, die Leute ganz drinnen in Fljótshlið wurden gebeten sich einfach nur den Huegel hinauf zu fluechten. Es musste schnell gehen. Hoffentlich halten die Daemme!

Gestern hat der Bauer des abgebildeten Hofes Þorvaldseyri - Ólafur Eggertsson - folgendes Bild geschossen (anklicken, dann sieht man es ganz)

Die Mýrdalssandur im Suedosten war den ganzen Tag wegen des Ascheregens gesperrt. Die Sicht war mitunter weniger als 5m. Das Gefaehrliche an diesem Ascheregen ist folgendes: er enthaelt Fluor (momentan 35mg/kg). Dieser Stoff beschaedigt die Zaehne und die Knochen der grasfressenden Tiere, wenn er durch die Nahrung und das Trinkwasser aufgenommen wird. Es vergiftet langsam aber sicher.
Diese Aschewolke besteht aus klitzekleinen Ascheteilchen, feiner Staub. Dieser feine Staub verstopft z.B. die Luftfilter der Autos und beschaedigt die Motoren. Auch setzt sich diese feine Asche in den Duesentriebwerken der Flugzeuge, wird dort mit ein wenig Luftfeuchtigkeit und der dort herrschenden Hitze zusammengebacken und dann kann der grosse Metallvogel nicht mehr fliegen. Deswegen sind in Skandinavien, Grossbritannien, Norddeutschland, Daenemark, Spanien, Belgien, Holland die Luftraeume gesperrt. Aufgrund dessen können beispielsweise weder das norwegische Königspaar, noch unser Praesident Ólafur Grímsson zum Geburtstag von Margrét fliegen. Dramatische Auswirkungen.... der einzige völlig ungefaehrdete Flughafen in Europa scheint Keflavík zu sein, zumindest bei der momentan herrschenden Windrichtung.
Die Menschen in den betroffenen Gebieten werden gebeten Staubmasken zu tragen und an den Atemwegen Erkrankte mögen im Haus bleiben.

(beide Bilder von www.visir.is, aufgenommen bei Kirkjbæjarklaustur und auf der Mýrdalssandur)
Dies ist ein Video, welches heute nachmittag gedreht wurde (unter dem Bild auf "horfa" klicken)
Neuigkeiten auf islaendisch und allsprachigen Bildern hier
Hier ist die Homepage des aktuellen Vulkans

Schon jetzt ist ein nicht abzuschaetzender Schaden in der Tourismusbranche entstanden. Momentan kann man ja noch spontan umplanen und den Leuten eine Alternative bieten, aber wenn die Saison richtig losgeht, ist einfach alles voll! Falls die Saison in diesem Jahr richtig losgeht... Hoffentlich hört der Berg bald wieder auf zu spucken und hoffentlich wartet der Nachbarvulkan bis Herbst! Oder bis ins naechste Jahrtausend.

Island hat auch was zu feiern heute. Die ehemalige Praesidentin Vígdis Finnbogadóttir feiert heute ihren 80sten Geburtstag. Herzlichen Glueckwunsch

Mittwoch, 14. April 2010

Videos

Gletscherlauf und Radarbilder der Eruption

Gletscherlauf

Das Wasser bahnt sich seinen Weg

Die Flutwelle hat auch bereits die Deiche der Markarfljót erreicht. Leider sind diese nicht fuer grosse Fluten gebaut und werden vermutlich nicht alles halten können.

Ein Teil des Wassers fliesst nach Sueden ab und gefaehrdet den Hof Þorvalsdseyri.

Die Spalte liegt von Sueden nach Norden auf dem Berg und ist 2km lang. Was weiter passiert kann man noch nicht sagen, man muss es auf sich zukommen lassen.
Der Luftraum ist mittlerweile teilweise gesperrt, in diesem Ausbruch ist wesentlich mehr Asche vorhanden als im letzten. Die Strasse zwischen Hella und Skogar ist komplett gesperrt und wird ueberwacht.

Neueste Bilder...

Der Gletscherlauf hat voraussichtlich seinen Höhepunkt erreicht.
Nochmal neue Bilder

auf ein Neues...

.... es geht wieder los. Diesmal an nicht ganz so guenstiger Stelle, sondern ganz oben auf dem Berg unterm Eis!

Eyjafjallajökull

Heute morgen steht noch in der Zeitung, dass der Ausbruch am Fimmvörðuháls jetzt wohl vorbei ist und da macht doch der Hauptberg Mucken. Wird diesmal vermutlich nicht ganz so glimpflich abgehen, der Gletscherlauf ist vorprogrammiert, das Gebiet geraeumt, alle Strassen gesperrt, die Strasse teilweise aufgegraben um die Bruecke zu entlasten... Das Wasser ist bereits auf dem Weg ins Tal und man kann nur noch hoffen.

(Bild: Oddur Sigurðsson, Quelle: vedur.is)
oben kann man den Krater sehen, dort haben sich bis jetzt drei Löcher gebildet. Die Gletscherzunge mit der kleinen Lagune spielt die Hauptrolle. Da kommt der Grossteil des Wassers runter und fliesst in die Markarfljót und dann unter der Hauptstrasse durch irgendwann ins Meer. Man muss sich den Gletscher, vorallem aber die Gletscherzunge wesentlich kleiner vorstellen, dieses Bild ist von ´92. Nichtsdestotrotz ist noch genuegend Eis zum Schmelzen da.

(aktuelles Bild von Maerz 2010, Gigjökull und Eyjafjallajökull - zum Vergleich)

Neueste Nachricht ist, dass heute morgen ein Erdbeben der Staerke 3,5 bei Grimsfjöll gemessen wurde in einer Tiefe von 1,1km. Das liegt dann unter dem grössten Gletscher, dem Vatnajökull. Es ist der wohl aktivste Vulkan Islands...

Dienstag, 13. April 2010

Die Heimfahrt....

.... nach Reykjavík.
Þormar und ich haben ja im Sommer herzlich wenig Zeit gemeinsam PRIVATE Ausfluege zu machen. Meist wird dies durch die Anwesenheit von ca. 40 Personen, die ebenfalls mitfahren möchten, verhindert. Nun denn, so muessen wir die Nebensaison nutzen. Dank des Vulkanausbruchs sind wir jetzt im Fruehjahr zweimal nach Þórsmörk gefahren und dort gewandert; gestern dann zum Helikopterfliegen. Auf dem Rueckweg nach Reykjavík haben wir einen kleinen Haken geschlagen und sind nicht ueber die Hellisheiði zurueck, sondern ueber die Krýsúvík-Strecke an der Kueste entlang. Zur Zeit wird dort ausgebaut und asphaltiert - endlich, denn die Strecke ist schön nur eben im jetzigen Zustand eine Zumutung.

Strandarkirkja
Der Weg von dort zum Meer
und das Meer
Die Strecke an der Kueste entlang
und schlussendlich der Kleifarvatn

Montag, 12. April 2010

Vulkan ganz nah, der vierte und fuenfte Versuch


Jæja.... nachdem in der letzten Woche unser Helikopterflug abgesagt wurde schlechten Wetters bzw. der fehlenden Sicht wegen (Versuch, der Vierte), haben wir es heute geschafft(Versuch, der Fuenfte). Einen Haken hatte die Sache natuerlich - der Vulkan macht gerade Pause. Genauer - seit heute nacht! War ja klar, endlich kann man draussen wieder was sehen nach den stuermischen Regentagen und wir bekommen einen Platz im Heli - da muss irgendetwas anderes nicht klappen. Er hat noch geblubbert, aehnlich dem echten Geysir, der ja auch nur noch ab und an zuckt.
Um 15 Uhr ging es in die Luft. Acht Mann in einem Hubschrauber und natuerlich der Pilot. Was ich befuerchtet hatte, bestaetigte sich. Es war der Gleiche, den ich beim dritten Versuch gesehen hatte wie er sich - Nase voran - in die Schlucht stuerzte. Bin infiziert und Hubschrauberfliegen wird eine neue Leidenschaft - es ist einfach genial und es war jede Krone wert. Werde mich mal erkundigen was ein Rundflug zum Fotografieren kostet.

Der Anflug - die Markarfljót, ein Gletscherfluss
Goðaland/Þórsmörk mit dem Gletscherfluss Krossá
Þórsmörk und Almenningar
die Mórinsheiði - da waren wir beim dritten Versuch (das schneebedeckte Plateau)
Die Landung
Der entstandene Huegel der ersten Eruption mit Lava und Aschefeld
Schwefelablagerungen an der zweiten Spalte
Dampfendes Lavafeld der ersten Eruptionsspalte
Ebenfalls noch dampfend - mit "Parkplatz" im Hintergrund. Die Jeeps, Motorschlitten und Quads sind wirklich bis ganz ran gefahren....
Aussicht auf den Útigönguhöfði aus dem zweiten Versuch
und der klaegliche Rest vom Schuetzenfest. Ich haette es ja gerne in Aktion gesehen, aber es sollte wohl nicht sein.

Donnerstag, 8. April 2010

Vulkan ganz nah, der dritte Versuch

Gestern war Traumwetter (+3°C, kaum Wind) und deswegen habe ich beschlossen einen neuen Versuch zu wagen. Þormar nahm also einen fahrbaren Untersatz, Silke rief im richtigen Moment an, konnte sogar ihren Freund Bjarni animieren mitzukommen und so sind wir zu viert gestartet. Auf nach Þórsmörk! Die Fahrt verlief ruhig bis wir dann auf die Piste kamen, da machte einer der hinteren Stossdaempfer Zicken. Dies verschaffte uns eine ca. halbstuendige Verspaetung und zwei unplanmaessige Stopps. Um sechs waren wir dann in Básar und um halb sieben ungefaehr haben wir uns auf unsere Wanderung gemacht - immer im Hinterkopf "Bei Sonnenuntergang ist es am Schönsten". Leider geht die Sonne dort zur Zeit gegen halb neun unter und wir hatten noch gute zwei Stunden vor uns. Nach vielen Oooohs und Aaaaahs, wow - ist das eine geniale Aussicht, uaaah! das ist aber kniffelig zu klettern, shit ist das glatt, boah ist mir warm.... kamen wir der eigentlichen Sache immer naeher. Die Aussicht ueber das Tal in die Ebene hinein war unglaublich, man konnte bis zur Hellisheiði sehen - laesst sich kaum in Worte fassen und auch nicht auf Bilder bannen. Die Sonne ging langsam aber sicher unter und puenklichst! trafen wir auf der Mórinsheiði ein um den Lavastrom im Sonnenuntergang zu bewundern. Leider hatte zeitgleich mit unserer Entscheidung den Berg zu erklimmen, die erste Eruptionsspalte ihren Geist aufgegeben und so gab es nur einen Lavafall in die Hvannágil und die Hrunagil lag brach. Schade eigentlich, aber ich rechne ja schon mit irgendwelchen Abstrichen. (Beim ersten Mal das Wetter, beim zweiten Mal die neue Spalte und Raeumung, diesmal eben nur die Haelfte des Spektakels). Aber auch diese eine Haelfte ist ueberwaeltigend.... irgendwann waren auch die Hubschrauber und Flugzeuge weg und man konnte die Eruption pulsieren hören und die Lava fallen. Einfach unglaublich. Nach den zweieinhalb Stunden auf dem Weg nach oben waren wir uns einig, dass es sich gelohnt hat. Nach recht kurzer Pause oben (es wurde kalt und dunkel, wir waren verschwitzt und fingen an zu frieren) ging es wieder hinunter... der zweistuendige Abstieg entpuppte sich als ausgesprochen kniffelig an einigen Stellen, aber es ging gluecklicherweise alles gut. Was sehr schön zu sehen war, waren die ganzen anderen Wanderer auf den umliegenden Bergen. Man sah ueberall Stirnlampen flackern und Stöcke klappern. Erstaunlich viele Leute unterwegs mitten in der Woche.
Auf dem Rueckweg aus der Þórsmörk hatte die Hvanná dann erheblich mehr Wasser als beim Hinweg... aber der tolle Wagen hat es problemlos geschafft. Nach insgesamt etwas mehr als zwölf Stunden waren wir dann endlich wieder zu hause und sind ins Bett gefallen.

Aufgenommen bei einem der beiden unfreiwilligen Reparaturstopps, einmal Blick auf den Mýrdalsjökull und unten ist der Gigjökull, der vom Eyjafjallajökull abgeht.
Die Hvanná... fast trocken. Dies aenderte sich auf dem Rueckweg, als ca. die dreifache Wassermenge mit heftiger Strömung vorhanden und das Wasser rötlich-braun gefaerbt war.
Weg nach Básar, unserem Ausgangsort.
Wer findet den Wanderweg?Der Kattahryggur - Katzenruecken. An den Kletterstellen sind freundlicherweise Seile angebracht - leider war da keine Hand frei zum Knipsen.
Aussicht...
Zwischen Illihryggur und Mórinsheiði mit Blick auf den Fimmvörðurháls (ca. 700m hoch)
Sonnenuntergang aus ca. 700m Höhe
Angekommen auf dem Plateau (800m) - der Lavastrom in die Hvannágil
Faszinierend finde ich die schwarz-weiss Schattierungen der Asche und des Schnees...
auf dem Weg nach unten.... Rueckblick
und auf dem Heimweg gab es dann bei Selfoss noch Nordlichter. Leider war es schon fast wieder vorbei, als ich die blöde Kamera endlich auf dem Stativ hatte.