Montag, 22. Februar 2010

Wochenend und Sonnenschein...


Wo Nordlichter - da kalt und schönes Wetter. Auch am Tage. Alte Bauernweisheit. Und hier der Beweis! (oben: Sonnenaufgang auf der Hellisheiði)

Blaue Lagune in der Abendsonne

Dýrhólaey am Mittag und Gullfoss am naechsten Mittag
Þingvellir in der Nachmittagsstimmung....


Schönstes Winterwetter ist es... am Wochenende war es um -3°C und heute morgen auf dem Weg zum Stall bittere -8°C. Aber windstill und dann macht das ueberhaupt nichts aus. Werde gleich mal noch die lieben Pferde bewegen gehen - die geniessen es bei diesem Wetter draussen zu sein und spielen zu können. Fetzen meist wie von der Tarantel gestochen umher, Hintern in der Luft und Vollbremsungen am Zaun. Wenn es ihnen denn Spass macht...

Donnerstag, 18. Februar 2010

sie tanzen wieder...

... die Nordlichter. Und das sogar hier ueber der Stadt. Seit zwei Tagen wie verrueckt... Vorgestern war ich zu faul die Kamera zu holen und habe mich stattdessen am Anblick berauscht. Gestern sind wir extra abends losgefahren, damit ich Bilder machen kann.
Muss noch ein wenig ueben mit den Einstellungen, aber fuer den Anfang... Heute abend geht es wieder auf die Jagd, das Wetter ist perfekt dafuer. Sternenklar und kalt. Diesmal werde ich mich aber nicht in die Naehe anderer Lichtquellen begeben.






Die dunkle Jahreszeit ...

...geht ihrem Ende entgegen.... Morgens, wenn ich am Stall bin, geht bereits die Sonne auf und taucht die Landschaft in eine Mischung aus rosa, rot, fliederfarben und orange. Abends, wenn ich bereits zuhause bin, geht sie mit gleichem Aufwand unter. Die Tage werden deutlich laenger, fangen frueher an und hören spaeter auf... Seit drei Tagen ist auch hier sowas wie winterliches Wetter, kalt und sonnig. Schneien tut es nur in der Nordhaelfte der Insel, aber wenigstens ist es hier endlich mal kalt geworden. Offensichtlich hatte der Wettergott in Europa soviel zu tun, dass es fuer das Winterwetter auf Island nicht mehr gereicht hat - zumindest nicht hier in der "Stadt".





Was mir in jedem Jahr auf's Neue auffaellt ist, dass hier Fasching eigentlich nicht gefeiert wird. Nicht, dass ich es vermissen wuerde.
Es gibt eine Woche vorher den sogenannten "Bóndadagur" - Maennertag. In den letzten drei Jahren war an diesem Tag der Treibstoff erheblich billiger - in diesem Jahr wurde dies grosszuegig vergessen.
Dann kommt die Woche drauf der "Konudagur" - der Frauentag. Hier gibt es dann immer Blumen im sogenannten Sonderangebot.
Dann kommt der "Bolludagur" am Rosenmontag. Bollur sind eigentlich aufgeschnittene Windbeutel mit (meistens) Rhabarbarmarmelade bestrichen, geschlagene Sahne drueber, zugeklappt, Schokoladenguss drauf und rein damit. Ich persönlich finde das schlicht und ergreifend furchtbar suess! Denn die isl. Rharbarbarmarmelade wird solange mit Zucker verruehrt und gekocht, bis es zu einer braunen, klebrigen Masse geworden ist. Diese wiederum steht immer auf dem Tisch und wird bevorzugt zu ALLEM gegessen. Wenn man sich mal daran gewöhnt hat, ist das wirklich lecker. Andere "Bollur" sind auch erhaeltlich, meine Baeckerei macht beispielsweise sehr gute Krapfen oder Berliner - wie auch immer.
Am Faschingsdienstag ist hier "Sprengidagur" - Uebersetzung faellt mir dazu keine ein, vielleicht am ehesten "der Tag, an dem man platzt". Da gibt es traditionell Salzfleisch mit gelben Bohnen bzw. Linsen, Steckruebe und Kartoffeln. Man könnte meinen, dass es wirklich nur an diesem einen Tag im Jahr Salzfleisch gibt. Ueberall gibt es Angebote, im Radio wird darueber berichtet etc.
Am Aschermittwoch, dem "Öskudagur", dann... ja dann verkleiden sich die Kinder und gehen fuer Suessigkeiten singen.
Die wissen hier nicht, dass am Aschermittwoch doch schon alles vorbei ist....

Donnerstag, 4. Februar 2010

N.N.

Der Neue, noch namenlose Mitbewohner. Ein Himbrimi....



Montag, 1. Februar 2010

Island...

... ist Dritter der Handball EM 2010 geworden und ich oute mich hiermit als Fan der Nationalmannschaft Islands.

Nach der olympischen Silbermedaille in Bejing, haben sie diesmal Bronze erkaempft. Mitunter war es ausgesprochen ungesund fuer den Zuschauer und nichts fuer schwache Nerven. Die letzten drei Spiele konnte ich mir dann auch nicht mehr ansehen, bin stattdessen in den Stall gefahren und habe der Rundfunkuebertragung gelauscht.
Fand es faszinierend, dass jeder - wirklich JEDER - ueber die Spiele Bescheid wusste. Einschaltquoten laut des staatlichen Fernsehens 82% - okay, es gibt nicht soooo viele Alternativen, aber die meisten Spiele waren mittags und trotzdem haben die Leute geschaut. Man unterhielt sich auf der Strasse, im Supermarkt oder irgendwo mit wildfremden Menschen ueber Handball. Waehrend der Spiele waren die Strassen so gut wie leer - kein Verkehr, kaum jemand war einkaufen.
Beim Spiel um den dritten Platz haben sich Islaender und Polen getroffen und gemeinsam das Spiel geschaut und gefeiert - friedlich, was will man mehr?
Januar 2011 ist WM und Island ist bereits qualifiziert.
Ich freu mich...