Mittwoch, 26. Mai 2010

Der Sommer hat begonnen

Die Sonne scheint, die Vögel zwitschern, der Wind ruht sich aus. Das Thermometer erreicht die magische 20°C Grenze, allen wurde ein Laecheln ins Gesicht gezaubert.

Ich hatte das grosse Glueck bei ebensolchem Wetter zu meinem Lieblingsberg/-gletscher fahren zu duerfen und dafuer bezahlt zu werden.

Arnarstapi - der kleine Hafen

Möwenbad
Möwenthron - Lachmöwe auf ihrem Nest
Arnastapi - mein Lieblingsmotiv
Eine kleine Bachstelze
Gatklettur - Lochfelsen
Der Waechter
Das erste stengellose Leimkraut diesen Jahres
Löwenzahn
Der Gletscher - Snæfellsnesjökull - Eingang zum Mittelpunkt der Erde
Djúpilónsandur

Berserkerhraun

zweite Rundreise

Nicht so schönes Wetter, aber gute Stimmung.
Die Bilder sind in völlig wahlloser Reihenfolge, die Zeit ist knapp und sortieren dauert zu lange.

Skógafoss.... Braun aufgrund des ernormen Aschefalls.
Núpsstaður

Kríapaar in der Jökulsárlón
Ostfjorde
Rentiere am Wegesrand
Ein Vögelchen beim Morgenzwitschern in Hallormstaður.
Wir haben ein neues Hotel auf der Rundreise, es liegt im grössten Wald Islands. Aus unerklaerlichen Gruenden fiel ich bereits um halb sieben aus dem Bett, war ausgeschlafen und hatte das dringende Beduerfnis nach einem Spaziergang zwischen Baeumen.



Eine Elfenhuette
Am Mývatn war ueber Nacht ein wenig Schnee gefallen
Schneehuehner bei der Balz

Die Saison hat begonnen....

.... Besucher strömen ins Land, wenn denn die Fluege fliegen.
Wir hatten Glueck und unsere Gruppen erwischten die aschelosen Zeitfenster und konnten landen. Das Wetter war gemischt, sonnig oder regnerisch. Aber im Grossen und Ganzen schön.
Ich möchte mich hier auch nochmal bei meiner 13er Gruppe bedanken fuer die schöne Woche, die gute Stimmung und die netten Abende.

Hier einige Bilder der ersten Rundreise.

Ich darf vorstellen... Halldór! Wir trafen ihn auf der Almannaskarð im Osten.
Unser toller Bus auf der Almannaskarð bei schönstem Wetter
Hvannadalshnjúkur - der höchste Gipfel Islands
Ein Wikingerschiff aus laengst vergangener Zeit

Mein Freund Dabbi. Eine Raubmöve, die seit fast 20!!! Jahren an der Gletscherlagune auf Essen wartet. Hier bei der Freiheitsdressur - Wuerstchen fangen.
Ich habe gelernt , dass dieser Vogel KEINEN Fisch frisst, auch KEIN Brot. Wuerstchen, Schinken, Banane, Schokokekse, Thunfischsandwich werden hingegen gerne genommen. Bevorzugt und gezielt werden Busfahrer angebettelt, die haben meistens etwas dabei. Und puenktlich um 9Uhr morgens trifft der schlaue Vogel ein, da kommen die ersten Besucher.
Ein Rabe ... Die Königin der islaendischen Berge - Herðubreið, Sitz der Götter
Námafjall, Hochtemperaturgebiet im Norden der Insel
Ein Kragenentenpaar am Mývatn in der Laxá
Und eine Spatelente

Eyjafjallajökull....

.... macht ne Pause. Oder er hat genug gehustet. Jedenfalls ist seit drei Tagen Ruhe eingekehrt und nur kleine Erdbeben werden unterm Berg gemessen.

Dies wird uns noch lange erhalten bleiben... Asche.


Montag, 24. Mai 2010

Kurzmeldung....

Es ist Sommer...! Seit drei Tagen steigt das Thermometer an die 20°C-Grenze.
Ich arbeite von Reykjavík aus und geniesse die Sonne und die Sonne und die Sonne und den fehlenden Wind.
Meine Pferde haben alle den Husten und Schnupfen - ein Virus, der vermutlich eingeschleppt wurde und gegen den man seine Pferde leider nicht schuetzen kann. Sie werden es ueberleben, keiner hat Fieber oder ist schlapp. Sie spielen und spielen, unterbrichen eben nur von Hustenpausen. Donnerstag oder Freitag geht es raus auf die Wiese, dort können sie sich auskurieren und ich kann ohne schlechtes Gewissen auf Rundreise gehen.
Draussen wird das gute Wetter von vier sogenannten Experten genutzt um herauszufinden warum der Quad nicht so tut wie er soll und ob mein zukuenftiges Pferdetaxi anspringt und die Luft verpestet oder nicht.
Der Vulkan macht seit gestern eine Pause oder er hat aufgegeben, weil die Touristen trotzdem kommen.
Þormar und ich fahren jetzt zum Strand und gehen ein wenig spazieren.
Bilder werden bearbeitet und dann auch eingestellt sobald ich Zeit habe.

Sonntag, 2. Mai 2010

Begleitprogramm...

... zum Katastrophentourismus.
Weil ich schonmal in der Gegend war, habe ich die Gelegenheit genutzt und meine Freundin Sæunn besucht, die ich schon seit einer halben Ewigkeit nicht gesehen hatte. Wir hatten den ultra-verlaengerten Kaffeeplausch von vier bis halb sieben und danach habe ich Christiane noch den geliehenen Handpferdegurt zurueck gebracht. Dorthin kam ich puenktlich zur Reitstunde....

(auf dem Weg nach Vestur-Landeyjar)
Lovísa "hochkonzentriert" beim Reiten
Sóley kann das schon ganz alleine...
... auf Fáfnir, dem geduldigen DrachenpferdAls ich dies alles erledigt hatte, fuhr ich zum ortsansaessigen Hotel in Hvolsvöllur um meinen Mann zu treffen, einen weiteren unserer Fahrer und eine Kollegin. Dort wurde ich dann prompt zu einem feudalen und ausgesprochen leckeren Abendessen eingeladen und kam dann gegen Mitternacht muede nach Hause. Gluecklicherweise hatte ich gestern meinem Stallkollegen erreicht und er fuetterte abends die gefraessigen Maeuler.
In diesem Sinne vielen Dank an Gunnar, der mich zum Essen einlud und an Lárus, der sich um die Pferde kuemmerte.

Samstagsausflug

In den Zeitungen stehen immer nur die Schreckensmeldungen ueber den Vulkanausbruch. "Alle Wiesen unbrauchbar" - "Riesige Flaechen verwuestet" - "Asche-Monster!" .... Da ich den Medien fuer gewöhnlich nicht unbedingt ueber den Weg traue, nutzte ich den gestrigen Sonnentag um mir ein eigenes Bild von der "Katastrophe" zu machen.

Fazit: Es ist nur ein kleiner Teil der Gegend dort wirklich uebelst betroffen. Sechs oder sieben Höfe sind schlimm dran. Dort liegt die Asche mehrere Zentimeter dick auf den Feldern und den Weiden. Es faellt deshalb so extrem auf, weil die Haeuser bereits gereinigt sind und nun aus der trist-schwarzen Umgebung herausstechen. Bei den anderen ist zwar auch viel Asche gefallen, aber dort kommt bereits das Gras wieder durch. Es ist bestimmt nicht einfach fuer die Bauern weiterzumachen, aber es wird wieder. Ganz bestimmt.
Raufarfell, westlich von Skógar

Þorvaldseyri, der Bauer hier klagt zur Zeit am lautesten und will auch Pause machen mit der Landwirtschaft. Dabei hat es ihn nicht so dolle erwischt wie seine Nachbarn von Raufarfell. Wie man sehen kann kaempft sich bereits das Gras wieder durch die Asche.
Gestern wurde relativ viel Asche gespuckt, offensichtlich gelangte viel Wasser in den Eruptionskrater. Ich finde es sieht beeindruckend aus, aber das Ergebnis ist an vielen Stellen nur noch als "widerlich" zu bezeichnen. Die Leute, die es so schlimm erwischt hat tun mir wirklich leid. Der Wind wird die Asche den ganzen Sommer und vermutlich sogar laenger durch die Luft blasen.

Þormar und ich sind auch ins Fjlótsdal gefahren um den Ausbruch von der Nordseite zu beobachten. Dort fliesst ein Lavastrom unter dem Gigjökull (der Gletscherzunge) hinunter und schmilzt bei der Gelegenheit das Eis. Angeblich werden momentan ca. 50t !!! Lava pro Sekunde!!! gefördert. Bei solchen Dimensionen reicht die Vorstellungskraft nicht mehr aus.
Es war leider bedeckt an der Nordseite... Der Eyjafjallajökull
Die Dampfschwaden, die der Lavafluss verursacht.
Gigjökull mit der ehemaligen LaguneDie alte Bruecke ueber die Markarfljót. Sie hat die Flut ueberstanden und war die rettende Verbindung, da ja die alte Strasse weggegraben worden war. Hier ging der Notverkehr rueber, d.h. Krankenwagen, Milchauto und die Presse natuerlich.Diese Matschepampe blieb uebrig nachdem das Wasser wieder abgeflossen war. Es gibt aber auch Fruehlingsboten zu entdecken.... die "Winterblume" - Roter Steinbrech.