Das Wetter hielt, die Frisuren auch - der versprochene Eisregen blieb aus und auch das Sightseeingwetter war angesichts der Tatsache, dass wir Anfang Dezember unterwegs waren durchaus in Ordnung.
Aus Gruenden der Bequemlichkeit blieb das grosse Photogepaeck auf Island zurueck und nur Þormars kleine Fuji kam mit. Es stellte sich nach kuerzester Zeit heraus, dass ich dusselige Kuh sie nicht aufgeladen hatte. Naja - den ersten Tag hielt sie tapfer durch, vorallem die Nachtaufnahmen meisterte sie mit Bravour. Ladekabel war natuerlich auch an einem Platz, wo man es finden kann - in der Ladekabel-Schublade zuhause. Also ins naechste Geschaeft eine neue Kamera kaufen! Ich wollte ohnehin eine kleine fuer die Handtasche haben, da ich Gefallen am Knipsen gefunden habe. Fuer meine Art völlig wahllos Bilder zu machen, waere eine Lomo am Besten, aber an die ist schwerer ranzukommen und das Entwickeln ist so eine Sache. Also eine kleine Digitalkamera sollte es werden. Ins Geschaeft rein - mit Schulfranzösisch gefragt, ob der nette, junge Mann auch englisch spricht - tat er und sogar erstaunlich gut fuer einen Franzosen - und Kameras ausgesucht. Teil1 war nicht auf Lager, Teil2 war nicht auf Lager, Teil3 war da und sogar mit Tasche und Karte und in einer Farbe, die Nuancen von pink, silber, gruen, gold völlig entbehrt. Den gesuchten Artikel gab es nur in schokobraun. So far, so well.....
Sie ist zwar in der Auslösung schneller als die Fuji, kommt aber leider nicht an die Qualitaet der Nachtaufnahmen ran - nun ja, ist ja nicht so dramatisch. Jedenfalls hatten wir Spass in Paris, haben das volle Touriprogramm gemacht - mit Ausnahme des Schlangestehens fuer irgendwelche Dinge - sind viel gelaufen, was mir meine Knie am zweiten Tag uebel nahmen.
Erstes Ziel - Galleries Lafayettes am Boulevard Haussman - WICHTIG! - vorallem um Weihnachten. Leider mittlerweile so zugestellt, dass man von den schönen Jugendstilarbeiten kaum noch etwas sieht. Der Menschenauflauf in den Pariser Kaufhaeusern liess auch vermuten, dass die sogenannte Finanzkrise es nicht ueber die Grenze geschafft hat. Ebenso wie Tschernobyl oder das Waldsterben es damals nicht schafften.


Ein Riesenrad, ein Riesenrad! Leider war die Weitsicht nicht besonders ausgepraegt und so liessen wir davon ab eine Runde zu drehen.
Ganz rechts am Bildrand - unser Hotel. Wir wollten sicher gehen, dass uns nichts passiert und so haben wir ein Hotel in der Naehe des Justizpalastes gewaehlt.
Der erste Kontakt!
Louvre
Nein! - wir hatten keine Lust uns in die Schlange zu stellen. Alles war streng bewacht, ueberall lief Militaer herum und kontrollierte.
Ich werde die Paris-Serie in Themen unterteilen, da es ansonsten unuebersichtlich wird. Vom Louvre aus sind wir weitergezogen in die Tuillerien, von wo wir allerdings auf dem schnellsten Weg wieder fluechteten - diese hektischen Menschenmassen sind unertraeglich. Weiter ging es zum Samaritaine, dem anderen grossen Kaufhaus - ehemaligen muss man sagen. Gibt es leider nicht mehr. Sehr schade, denn die Weihnachtsdeko in den Schaufenstern ist noch immer unuebertroffen! Sehr, sehr, sehr schade.
Es daemmerte auch schon, als wir in Richtung Notre dame aufbrachen und deswegen haben wir auch gleich das Abendessen im Quartier latin eingenommen - ist ja schliesslich um die Ecke. Die Kirchen bekommen ihren eigenen Platz und die Kuriositaeten ebenfalls - davon gibt es viele in Paris.
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