Montag, 16. August 2010

Von knapper Freizeit

Es ist noch immer Sommer - der waermste seit die Wetteraufzeichnungen begannen. Fast den ganzen Sommer ueber war es windstill oder zumindest ausgesprochen gemaessigt. Irgendwie habe ich es geschafft mir einige Tage frei zu nehmen und wollte mit meinem Mann einen Kurzurlaub im Nordosten der Insel machen. Dort fand naemlich das Möðrudalshátið statt, das Ereignis schlechthin in der Einöde der dortigen Umgebung. Was soll ich sagen..... es wurde natuerlich nichts daraus. Wie sooft, wenn man sich etwas vornimmt, geht irgendeiner der Busse kaputt und niemand ist in der Lage es zu reparieren ausser Þormar. Oder es kommen ueberraschend irgendwelche Gruppen, Auftraege, was auch immer und man kann das nicht abschlagen, denn die Angestellten wollen/können nicht am Wochenende arbeiten, deshalb muss man selber fahren. Wir können uns also ueber die Auslastung der Busse nicht beschweren, ueber fehlende Beschaeftigung definitiv auch nicht.
Jedenfalls wurde aus unserem Kurzurlaub eine unserer Mega-Tagesausfluege von 12-14Std. und mehreren hundert Kilometern. Ich wollte in die Hrafntinnusker im Hochland, da der Wegweiser aber von einem defekten Bus verdeckt wurde (nein, keiner von uns), fuhren wir daran vorbei und landeten in Landmannalaugar. Dort gab es einen kurzen Photo- und Toilettenstop, kurzer Plausch mit einem der unglaublich vielen Busfahrern, die dort auf ihre Gruppen warteten und dann ging es weiter. Eigentlich wollte ich dort ein wenig wandern gehen, aber nachdem dann auch noch der 60Mann Linienbus kam, ergriffen wir die Flucht. Weiter ging es auf die Fjallabak in Richtung Eldgjá. Dort bin ich bisher erst einmal gefahren - im Nebel! Bilder wurden natuerlich gemacht und ich freue mich auf naechste Woche, dann werde ich mit der Kirchengruppe in Landmannalaugar uebernachten und ueber die Fjallabak weiter in Richtung Osten fahren. Hoffentlich ist dann nicht so viel Betrieb - die haben sich ja gegenseitig auf den Zehen gestanden. An der Eldgjá angekommen, zog von Suedosten eine Regenfront heran, was uns dazu animierte den gleichen Weg zurueck zu fahren, was zum einen wesentlich kuerzer ist und zum anderen wesentlich mehr Spass macht - wozu hat man schliesslich einen Gelaendewagen. Mein tolles Auto hat uns ganz tapfer durch die Gegend gefahren, ueber Stock und Stein, die Berge herauf und wieder herunter und schwimmen durch Fluesse kann er auch.


oben: Tungnaá im östlichen Teil der nyðri-Fjallabak
unten: Eldgjá
unten: Ófærufoss - das erste Mal gesehen und schon an zweiter Stelle der "Schöne Wasserfaelle auf Island"-Liste
einfach nur den Ausblick geniessen im Naturschutzgebiet Fjallabak
unten kann man die Furt erkennen

unten: in Landmannalaugar. Hier gibt es einen natuerlich heissen Fluss in dem man baden kann. Ehrlich gesagt fand ich den Anblick der vielen ungeduschten Menschen, die in den Fluss stiegen ausgesprochen unschön. Können die alle keine Schilder lesen? Oder wenigstens Bilder gucken?
Fjallabak
Froststaðavatn
Im Dómadalur - man beachte die vielen Goldregenpfeifer auf dem Bild. Sie sammeln sich bereits um dann gen Sueden zu fliegen (anklicken)

Dómadalur, in der Naehe der Hekla
Blick zurueck nach Landmannalaugar
Fjallabak
Ich aergere mich noch immer, dass Þormar die Scheibe nicht ganz runter gemacht hat. Beim zweiten Versuch ein Bild zu machen, wurde es dem Schaf zu blöde und es verliess den Bildausschnitt.

1 Kommentar:

  1. Wunderschöne Bilder, Gitte! Mich packt jedes mal das Fernweh! Deshalb gucke ich nicht so oft. Man muss sich ja nicht selbst quälen! ;-)

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