Die islaendische Natur hat mal wieder einen kleinen Spass gemacht - inmitten der reiseintensivsten Zeit. Ein Hochtemperaturgebiet unter dem Mýrdalsjökull bekam Fieber und die Schmelzwasserkessel liefen ueber - Fazit: die Strasse östlich von Vík war beschaedigt und die Bruecke war weg. Hmmmm, nicht gut, denn die Alternative ging ubers Hochland. Leider hatten wir nicht den geeigneten Wagen fuer solche Ausfluege und so mussten wir unsere Faehrpassage abwarten. Dies dauerte leider etwas laenger als erwartet, denn der Bus fuer die Personen soff leider im Fluss ab. Die LKWs, die die kleineren Fahrzeuge ueberschifften fuhren weiter. Nach langer Wartezeit, zweihundert Extrakilometern und einer Uebernachtung in Skaftafell versuchten wir am naechsten Tag unser Glueck auf´s Neue. Diesmal mussten wir "nur" zweieinhalb Stunden warten und dann konnten wir trockenen Fusses und Reifens uebersetzen... Die Bilder von unserem Auto bekomme ich hoffentlich noch von den Reiseteilnehmern geschickt, da ich in der ganzen Aufregung meine Kamera im Auto vergessen hatte.
Die Björgunarsveit hatte mit der Strassenwacht gemeinsam die Furt eingerichtet und die LKW´s organisiert, d.h. nachdem die Strassenwacht sich endlich aus der eigentlichen Organisation zurueckgezogen hatte, funktionierte es reibungslos. Nachdem der erste Bus abgesoffen war, kam ein geeignetes Fahrzeug um den Personenverkehr zu uebernehmen.
Die ehemalige Bruecke
Bus Nummer eins....
Volle Fahrt am naechsten Tag. Die Furt war abgesteckt worden und eine grosse Strassenraupe sorgte fuer den reibungslosen Ablauf und wies das Gletscherwasser staendig wieder in seine Schranken
Das rote Monster bei seiner ersten Fahrt.....
Die ersten Meldungen der zustaendigen Stellen liessen erschreckt aufhorchen. Zwei bis drei Wochen sollte es dauern den Fluss wieder zu ueberbruecken..... IM SOMMER???? Spinnen die? Dann schoben die Politiker den schwarzen Peter vom einen zum anderen, die Björgunarsveit liess waehrendessen Taten sprechen und organisierte den Fuhrpark. Nach viereinhalb langen Tagen wurde dann freundlicherweise endlich mit dem Bau einer provisorischen Bruecke angefangen und da auch hier die Strassenwacht nur wenig beteiligt war und ein Unternehmen, das sich mit sowas auskennt die Fuehrung uebernahm, dauerte der Bau tatsaechlich nur 96 Stunden! 150m, einspurig. Hut ab vor den Erbauern... Bilder folgen.
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