Das Wetter war recht bescheiden und somit war auch der Spass etwas weniger als erwartet, aber wir haben trotzdem viel gesehen und Leute getroffen. (Wenn man die Bilder anklickt, kann man sie grösser sehen)
Hier kommt die Herde den Berg herunter... angeblich waren es 500 Pferde - vermutlich haben die aber die gerittenen Pferde mitgezaehlt. Ich schaetzte die freilaufenden auf ca.300 und die Reiter auf ca.120. Jedenfalls waren es wesentlich weniger als ich erwartet hatte. Dafuer waren aber ueber 1000 Menschen zum Gucken da und zum Trinken natuerlich. Bilder machen war recht schwierig, da die Sicht mitunter doch sehr beschraenkt war aufgrund des vielen Schnees in der Luft....

Manchmal kam dann ein kleines Wetterloch, aber direkt danach fing es wieder an zu stuermen und zu schneien bzw. zu regnen.

Aber allein die Fahrt hin und auch wieder zurueck hat sich durchaus gelohnt. Wir sind Freitagmittag los und hatten auch Glueck mit dem Wetter... die Fahrt durch den Skagafjörður wurde von Regenbögen begleitet.
Da wir im Skagafjörður selbst keine Uebernachtung mehr bekommen hatten, rief ich bei meinem Lieblingshotel im Eyjafjörður an um dort ein Zimmer zu buchen. Unser Freund Stefán vom Hotel Natur freute sich ueber den Anruf, meinte aber gleich "er selbst sei nicht zu Hause. Eigentlich waere niemand zu Hause, da sie alle abends ins Theater gehen wuerden. Aber wir wuerden uns ja auskennen und er legt uns den Schluessel hin". Prima! Morgens haben wir uns dann zum Fruehstueck getroffen und noch ein wenig gequatscht.Da wir also im Eyjafjörður uebernachtet haben, nutzten wir die Gelegenheit die Gegend ein wenig zu erkunden... Beispielsweise erzaehle ich meinen Gruppen immer von dem schönen grossen Wald um die Ecke. Endlich war ich jetzt auch mal dort. Tatsaechlich ist das ein schöner grosser Wald, einer der aeltesten Waelder ueberhaupt auf Island - der Vaglaskógur. Und bei eben diesem Wald befindet sich die kleine Kirche unten auf dem Bild. Sie gehört zu dem Hof "Háls"
Auf dem Weg zurueck wollte ich nicht ueber den Pass fahren - den kenne ich zur Genuege. Also eine Nebenstrecke in Richtung Grenivík.
In Akureyri angekommen, musste ich einfach eine rote Ampel fotografieren.... Vor zwei Jahren gab es in der kleinen Stadt im Norden eine Aktion "lache mit dem Herzen" und seitdem sind die roten Ampeln so....
Der Weg ueber die Öxnadalsheiði in Richtung Skagafjörður war etwas knifflig, da noch niemand mit richtigen Winterreifen unterwegs war.... und das macht sich bei Glatteis nicht besonders gut. Wir sind gut ruebergekommen, aber unterwegs gab es einige Autos bzw. Fahrer, die damit nicht gerechnet hatten und ganz offensichtlich auch noch nie bei solchem Wetter unterwegs gewesen waren. Da gilt es schnell vorbei zu kommen bevor die irgendwelchen Unsinn machen. Offensichtlich haben es aber alle geschafft, es kamen nur Meldungen ueber Schwierigkeiten in den Nachrichten, keine Unfaelle.
Wieder im Skagafjörður angekommen, schien die Sonne....
Im Hjaltadal schien sie leider nicht mehr, deswegen verliessen wir den Pferdeabtrieb zeitig und nutzten die Gelegenheit zur Weiterbildung. In einiger Entfernung zum Pferch liegt der ehemalige Bischofssitz Hólar. Dort befindet sich auch eine Schule/Universitaet, an der man Reiterei, Fisch und Tourismus studieren kann. Unten die schöne Kirche...
Dieser alte Hof "Nýjabær" liegt mitten auf dem Gelaende und wurde restauriert.
Raus aus dem Hjaltadal und auf nach Hofsós. Auf der Strecke liegt ein kleines ehemaliges Gebetshaus. 1953 vom Nationalmnuseum wieder aufgebaut, ist es eine der nettesten Sehenswuerdigkeiten des Landes. Mit rundem Graswall drumherum - das war damals so ueblich.
In Hofsós selbst gibt es auch einiges zu sehen... unter anderem die alten, renovierten Handelshaeuser und den "Vestfarasetur". Von hier aus sind um die vorletzte Jahrhundertwende viele Menschen nach Kanada ausgewandert.
Nachdem wir Hofsós abgehakt hatten, machten wir uns auf den Weg nach Sauðarkrókur... und dann haben wir die Chance genutzt um die Halbinsel "Skagi" drumherum zu fahren. Dort nahmen naemlich im letzten Fruehjahr zwei Eisbaeren Land. Wir waren beide sehr erstaunt wie schön es dort ist.... unten die kleine Kirche von Hvammur, die leider ganz verlassen ist. Steht nur noch ein Sommerhaus daneben.
Der Hof Sævarland ist vorne an der Kueste und ist einfach traumhaft schön gelegen
Von hier aus kann man Drangey sehen.... die sagenumwobene Insel aus der Grettissaga
Und dann wurde das Wetter so schlecht, dass ich keine Lust mehr hatte Bilder zu machen. Eisbaeren waren auch keine da, nur noch Schafe. Ueber Skagaströnd sind wir dann wieder auf die Nationalstrasse und ab nach Reykjavík. Heute ist halbwegs vernuenftiges Wetter und ich werde jetzt meine Stiefmuetterchen entsorgen, die den ganzen Sommer ueber vor meiner Haustuere geblueht haben.
Keine Kommentare? Ja, spinn in? Traumhafte Bilder, Gitte. Da könnte man sich glatt zu Dir rüberwünschen. Aber die Ampel ist am geilsten. Wie war das bei unserer Übungsstunde? Umferðaljós...Umfahrlicht...
AntwortenLöschenJaja, das Umfahrlicht... ich erinnere mich.
AntwortenLöschenHej Gitte, ich hab heute morgen im Reykjavik Grapevine einen sehr herrlichen Artikel über den Schafabtrieb und was man neben trinken und essen noch so alles treibt (saufen und essen). Habe mich köstlich amüsiert.
AntwortenLöschenEine spannende Tour hast Du da beschrieben!!
LG, Kata